Gemeinde investiert knapp vier Millionen Euro

Bauarbeiten am Ufer des Diemelsees haben wieder begonnen

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Die Bagger rollen wieder am Diemelsee: Wegen des milden Klimas ist die kurze Winterpause schon vorbei, die Bauarbeiten zur Neugestaltung der Uferzone sind voll angelaufen. Knapp vier Millionen Euro investiert die Gemeinde.

Diemelsee – Vom Winter ist schon seit Wochen keine Spur zu sehen. Deshalb ist die kurze Baupause am Diemelsee bereits vorbei: Die Neugestaltung der Uferzone geht weiter. Knapp vier Millionen Euro investiert die Gemeinde.

„Wir sind schon in der dritten Woche hier“, sagt der Landschaftsgärtner Tobias Richter von der Baunataler Firma Klei. Sie kümmert sich ums Strandbad am Campingplatz neben der Stormbrucher Brücke. Dort soll ein „Südsee-Beach“ mit einer Liegefläche aus hellem Sand entstehen. Dazu haben die sechs Männer bereits 1600 Tonnen Sand herangebracht, die sie derzeit am Ufer verteilen. 

Auch Erdarbeiten sind erforderlich, um das Gelände zu gestalten. Es erhält zudem ein Spielfeld für Beachvolleyball und eine Feuerstelle zum Grillen. Die künftigen Wege sind schon abgesteckt, Leitungen sind verlegt, ein Fundament ist gegossen für vier neue Toilettenmodule – darunter eins für Behinderte. Daneben bauen die Männer neues Holzspielgerät auf und installieren eine Dusche. 

Das Fundament ist gegossen für die neuen Toilettenhäuschen am Strandbad unterhalb des Campingplatzes. Bauarbeiten am Ufer des Diemelsees haben wieder begonnen

Auch unterhalb des Besucherparkplatzes bei Kotthausen im Norden des Sees sind sie aktiv. Dort wird nach Angaben von Bürgermeister Volker Becker die Straßenbeleuchtung bis zum Fährhaus erweitert, der Radweg erhält eine Asphaltdecke.

 Da Frost und Schnee ausgeblieben sind, können die Leute ungehindert arbeiten. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir so früh beginnen konnten“, sagt Richter. „Aber es ist gut, dass es so ist.“ Er schätzt, dass sie noch bis Mai zu tun haben. 

In Heringhausen haben Landschaftsbauer der Firma Benning aus Münster die Arbeit wieder aufgenommen. Das dortige Strandbad wird ebenfalls hergerichtet, es erhält eine neue Wasserrutsche und ein „Piratenschiff“ für Kinder. Nebenan wird der Weg zum Anleger fürs Fährschiff „Sankt Muffert“ verbreitert und behindertengerecht ausgebaut. 

Auch der Parkplatz unterhalb des stillgelegten Sägewerks Pack wird erneuert, die alte Leitplanke verschwindet, stattdessen werden Steine zum Sitzen aufgestellt. Danach geht es an den Gehweg und das Geländer entlang der DLRG-Station in Richtung Stormbrucher Brücke. 

Die Arbeiten an der Heringhäuser Uferpromenade laufen ebenfalls weiter. Dort beginnt in Kürze der Bau eines kleinen Amphitheaters. An drei Stellen werden neue Sportgeräte installiert. Dann gilt es noch, Bäume zu pflanzen und neue Laternen und Sitzbänke aufzustellen. Voraussichtlich am Montag setzt eine dritte Firma die Erneuerung der Kanalisation fort. Und als „i-Tüpfelchen“ soll die Stormbrucher Brücke mit LED-Leuchten angestrahlt werden.

Großinvestition der Gemeinde

Die Neugestaltung der Uferzone zählt auch in diesem Jahr zu den größten Investitionen der Gemeinde. Weitere 1,68 Millionen Euro stehen im Haushalt 2019 bereit, erwartete Zuschüsse von Land und Kreis: 1,12 Millionen Euro. 

Die Gesamtkosten liegen nach Angaben Beckers bei knapp vier Millionen Euro, die Zuschüsse bei rund zwei Millionen Euro. Im vorigen Sommer hatten die Arbeiten begonnen, bis Ende 2019 müssen sie abgeschlossen sein. (-sg-)

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