Jubiläumsfest im Dorfgemeinschaftshaus:

Benkhäuser feiern 100-jähriges Bestehen des DRK-Ortsvereins

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Die Benkhäuser feierten am Sonntag das 100-jähriges Bestehen des DRK-Ortsvereins. Hier die Mitglieder und in der vorderen Reihe der Vorstand mit der Vizevorsitzenden Elke Biederbick, Kassiererin Helga Schlömer, der Vorsitzenden Erika Achenbach und Schriftführerin Claudia Preising.

Diemelsee-Benkhausen – Ein stolzes Jubiläum feierten die Benkhäuser am Sonntag im Dorfgemeinschaftshaus: Vor 100 Jahren ist der DRK-Ortsverein entstanden. „Dieses Ereignis muss gefeiert werden“, betonte Erika Achenbach, die seit zehn Jahren Vorsitzende ist. „Also sind wir heute hier.“

Während der Andacht im Dorfgemeinschaftshaus: Der Singkreis gestaltete die Jubiläumsfeier musikalisch

Mit einer Andacht eröffnete Pfarrerin Anna Katharina Heyser den Nachmittag, der Singkreis übernahm die musikalische Gestaltung. 

100 – das sei eine große Zahl, sagte Achenbach in ihrer Festrede. In den vergangenen 100 Jahren hätten sich die Welt und Benkhausen verändert und weiterentwickelt. Die Vorsitzende erinnerte an die Geschichte des Vereins – die WLZ berichtete. Zwölf Benkhäuserinnen und Pfarrer Beck hätten am 20. Februar 1919 den „Vaterländischen Frauenverein“ gegründet, der sich seit 1949 DRK-Ortsverein nenne. 

Die Vorsitzende zeichnete auch den Wandel der Aufgaben nach. „Die Vereinsarbeit hat sich in vergangenen Jahrzehnten immer wieder den neuen Herausforderungen angepasst“, sagte sie. „Heute sind wir sehr viel vielseitiger, wir helfen, wo man uns braucht. Denn eines hat sich nicht verändert: Der Dienst am Nächsten war und ist noch immer der Mittelpunkt unserer Arbeit.“ 

Kaffeetafel im Freien ins Trockene verlegt

Eigentlich war eine „nostalgische Kaffeetafel“ im Höpperweg geplant, doch wegen der Wettervorhersagen verlegte der Vorstand die Feier ins Dorfgemeinschaftshaus, das voll besetzt war – fast alle Benkhäuser waren gekommen. Achenbach freute sich, dass auch aus Sudeck, Schweinsbühl und Wirmighausen Gäste da waren. 

„Die lange Kaffeetafel ist zwar auf der Strecke geblieben, aber wir sitzen wenigstens im Warmen und Trockenen“ sagte Achenbach. „Aber schade ist es trotzdem.“ 

Zu den Gratulanten zählten der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Korbach/Bad Arolsen, Günther Hartmann, Kreisgeschäftsführer Michael Wehmeyer, Karl-Heinz Heinemann vom Diemelseer Gemeindevorstand und Ortsvorsteher Erich Fischer.

Ältestes Mitglied geehrt

Geehrt: das älteste Mitglied Hildegard Wilke mit ihrem Mann Karl Wilke.

 Eine Blume überreichte Achenbach an Hildegard Wilke. Sie gehört dem Verein wie Giesela Figge, Elfriede Hildebrand und Marie Pohlmann bereits seit 59 Jahren an. Aus gesundheitlichen Gründen konnte nur sie teilnehmen. Auch ihr Mann, der ehemalige Ortsvorsteher Karl Wilke, war erschienen.

Die 85-jährige Hildegard Wilke erinnert sich gerne an die alten Zeiten. „Wir hatten viel Spaß, haben gemeinsam viel unternommen, und jeder war für den anderen da“, berichtet sie. „Die Arbeit für das DRK war damals eine willkommene Abwechslung zum Alltag in der Landwirtschaft. Das ist heute anders. Alle haben viele Termine und sind viel unterwegs – aber die Gemeinsamkeit ist immer noch da.“

In der Fotoausstellung - von links: Ortsvorsteher Erich Fischer mit Günther Hartmann und Michael Wehmeyer vom DRK-Kreisverband.

Schriftführerin Claudia Preising hatte eine Fotoausstellung zusammengestellt, die im benachbarten Feuerwehhaus zu sehen war. Viele Benkhäuser hatten dafür Bilder zur Verfügung gestellt. 

Dann gab es Kaffee und Kuchen. Die DRK-Frauen hatten dazu die Tische mit Leinendecken, historischen Sammeltassen und Blumen liebevoll eingedeckt. Auch Herzhaftes, Bowle und kalte Getränke waren zu haben. 

Erlös  wird gespendet

Den Erlös der Feier spendet der Ortsverein in guter Tradition: Ein Teil soll der Anschaffung eines großen Multifunktionsschirms für das Dorf dienen. Der soll am Dorfgemeinschaftshaus, im Steinbruch oder auf dem neuen Multifunktionsplatz bei Regen oder Sonnenschein zum Einsatz kommen. 

Die zweite Hälfte der Spende soll den Opfern des Hurrikans auf den Bahamas zugute kommen. 

Eine wichtige Aufgabe fürs DRK ist die Förderung der Dorfgemeinschaft. „Der Zusammenhalt, das Miteinander und die gegenseitige Unterstützung gehören zu unserem Dorf wie die Kirche“, erklärte Achenbach. „Wir passen auf, dass es so bleibt.“ (BARBARA LIESE)

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