Benkhäuser feiern Pfingstmontag  das 50-jährige Bestehen ihrer neuen Kirche

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Der Benkhäuser Kirchenvorstand vor der Neuen Kirche – von links: Bernd Achenbach, Carmen Wilke, Henrick Preising, Helga Schlömer, Karl-Heinz Behle und Michaela Becker.

Diemelsee-Benkhausen. Am Pfingstmontag, 21. Mai, feiern die Benkhäuser das 50-jährige Bestehen ihres Gotteshauses. Unter dem Motto „Kirche im Dorf gestern – heute – morgen?“ wird das Jubiläum begangen.

Das neue Gotteshaus hat 1968 die Fachwerkkirche „Am Thie“ ersetzt. Um 1966 machte sich die Gemeinde an die Renovierung der alten Kirche. Ein Kostenvoranschlag erschreckte: Er lag bei 90 000 Mark. Das Landeskirchenbauamt untersuchte den Bau, ebenso der Korbacher Architekt Georg Spratte. Der Denkmalpfleger sprach sich für den Erhalt aus – er war zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich um eine der wenigen erhaltenen Fachwerkkirchen aus der Zeit vor der Reformation handele. Doch die Schäden erwiesen sich weit größer als zunächst angenommen.

Gerade Pfarrer Hamel befürwortete deshalb einen Neubau. Es gab Dorfversammlungen, Spratte legte Planungen vor, schließlich beschloss der im Juni 1965 gewählte Kirchenvorstand um Bürgermeister Fritz Pohlmann den Neubau, der rund 94 000 Mark kosten sollte. 1967 begannen die Arbeiten an der „Sommerseite“. 

Am 21. Juli 1968 gab es eine Abschiedsandacht in der alten Kirche. Danach zog die Gemeinde zum Neubau, den Propst Fritz Schüttler einweihte. Eine Feier im Dorfgemeinschaftshaus folgte.

Gottesdienst und Gemeindefest

Das Jubiläumsfest beginnt am Pfingstmontag um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst in und um die Kirche. Die Predigt hält Propst Helmut Wöllenstein aus Marburg, auch die Pfarrerinnen Anna Katharina Heyser und Katrin Schröter wirken mit. Die musikalische Gestaltung übernehmen der Flechtdorfer Singkreis und die Organistin Petra Bangert.

 Nach dem Gottesdienst spielt der Flechtdorfer Posaunenchor. Damit beginnt das Gemeindefest, der Kirchenvorstand hat dafür ein „buntes Programm“ vorbereitet. Ab 13 Uhr gibt Pfarrerin Schröter „geistliche Impulse“. Der Kirchenvorstand spielt kurze Videoclips ein, die zum Nachdenken und zu Gesprächen über das Jubiläumsmotto anregen sollen. 

Beim „offenen Singen“ für alle Gäste werden auch neue Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch „plus“ geübt. Auf dem Rasen neben der Kirche wird ein Schwungtuch ausgebreitet. Und im Gotteshaus lässt Petra Bangert Orgelmusik erklingen. Junge Frauen aus dem Dorf haben ein Programm für Kinder zusammengestellt. 

In der Aussegnungshalle am Dorfgemeinschaftshaus öffnet eine Ausstellung, für die Karl-Heinz Behle alte Bilder, Zeitungsartikel und andere Dokumente zur Kirchengeschichte zusammengetragen hat. Dort hängt an der Rückwand der barocke Altaraufsatz aus der alten Kirche, die 1777 gegossene Glocke hängt unterm Vordach. Auch für warmes Essen und kalte Getränke sowie für Kaffee und Kuchen ist gesorgt. Die Benkhäuser Dorfjugend hilft tatkräftig mit. 

Die Auffahrtsstraße „Sommerseite“ wird an dem Tag gesperrt, weil dort Tische und Bänke aufgestellt werden sollen.

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