Kommunalwahl im März nächsten Jahres

Bernd Becker wirbt um Kandidaten für den Adorfer Ortsbeirat

Der Adorfer Ortsvorsteher Bernd Becker wirbt im „Waldecker Kittel“  an der Infotafel Bredelarer Straße um Kandidaten für die Ortsbeiratswahl im nächsten Frühjahr. In einer Woche ist ein erster Infoabend, im November wird die Liste aufgestellt.
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Werbung für den Ortsbeirat: Ortsvorsteher Bernd Becker wirbt um Kandidaten für die Wahl im nächsten Frühjahr. In einer Woche ist ein erster Infoabend, im November wird die Liste aufgestellt.

Bei der Kommunalwahl im März nächstes Jahres sind auch wieder Mandate in den Ortsbeiräten zu vergeben. Der Adorfer Ortsvorsteher Bernd Becker wirbt bereits um Kandidaten: Am 4. November wird um 20 Uhr die Kandidatenliste aufgestellt.

Diemelsee-Adorf – Die marode Brücke über die Wirme? Hat sich der Ortsbeirat schon angesehen, auf seine Anregung untersucht der Bauhof der Gemeinde, ob sie saniert wird oder erneuert werden muss. Für Ortsvorsteher Bernd Becker ist das ein kleines Beispiel dafür, was sein neunköpfiges Team für Adorf bewirken kann. Zwar hat der Ortsbeirat kaum Entscheidungsbefugnisse, er gibt den Gemeindevertretern lediglich Empfehlungen. Aber trotzdem hat er Einfluss.

Und so ist Becker zuversichtlich, dass er für die Kommunalwahl im März 2021 genügend Kandidaten für eine Einheitsliste zusammenbekommt. „Wir müssen einen starken Ortsbeirat zusammenstellen, der Dinge fürs Dorf positiv durchsetzt“, betont er.

Infoabend und Listenaufstellung

Am 14. Oktober ist um 20 Uhr die erste Zusammenkunft, bei der es Informationen über die Arbeit geben soll. Am 4. November wird um 20 Uhr die Kandidatenliste aufgestellt. Wegen der Corona-Regeln ist jeweils Treffpunkt in der Dansenberghalle.

Für die Gemeinschaft eintreten

„Der Ortsbeirat ist die kleinste demokratische Einheit“, sagt Becker. Er appelliert ans Verantwortungsbewusstsein der Adorfer: „Eine Gemeinschaft funktioniert nur, wenn jeder etwas für sie tut“, mahnt er. „Es bedarf der Gestaltung und Mithilfe – ohne Ortsbeirat wird über die Belange des Dorfes in der Verwaltung entschieden.“

Um die 15 Bewerber sollten es bei neun Sitzen schon sein, findet Becker. Denn ein Beirat kann auch mal ausscheiden. In der laufenden Wahlperiode legten Matthias Weiler, Martin Hundermark und Jan-Christoph Meier ihr Mandat nieder.

Derzeit amtieren neben Becker Alexander Pohlmann, Wilhelm Fisseler, Daniel Fieseler, Annette Lange, Ingrid von Künßberg, Manuela Bick, Anja Jesinghausen und Sören Schwarz. Zwei Amtsinhaber treten 2021 wohl nicht wieder an. Da der Ortsbeirat auch Empfehlungen für den Feldwegebau abgibt, sollte für Becker auch ein Landwirt vertreten sein.

Vielfältige Themen

Alle acht Wochen kommt der Ortsbeirat zu Sitzungen zusammen, manche Entscheidungen fallen auch online per Umlagebeschluss. Er wird gefragt bei Grundstücksangelegenheiten, Baugebieten, Straßennamen oder beim Bau neuer Windräder, die Mitglieder nehmen Beschwerden auf und geben sie an die Verwaltung weiter. Auch in die Umstellung der Straßenlampen auf LED-Technik war er eingebunden.

Immer wieder ruft der Ortsbeirat zu Eigenleistungen auf. Er hat den Anbau an die Dansenberghalle befördert – und sich an den Arbeiten beteiligt. Er war in die Sanierung des jüdischen Friedhofs und in die Herrichtung des Ehrenmals eingebunden.

„Gemeinschaft stärken“

Als Aufgabe des Ortsbeirats sieht Becker auch, die „Gemeinschaft zu stärken“. So hat er die 900-Jahr-Feier angestoßen, die 2020 stattfinden sollte – wegen Corona wurde das Hauptfest auf 2021 verschoben. Der Ortsbeirat habe zu den ersten Versammlungen eingeladen, erinnert Becker, dann bildete sich der Verein „Adorf 1120“, der die weitere Organisation übernahm.

Der Ortsbeirat hat zudem am Konzept für die Diemelseer Dorfentwicklung mitgearbeitet und sich für den Erhalt des „kleinen“ Reikwegs stark gemacht – mit Erfolg: Nachdem mit Bauamtsleiter Lothar Lemberg eine Lösung gefunden wurde, haben die Adorfer am Montag mit den versprochenen Eigenleistungen begonnen.

Beim Viehmarkt gescheitert

Aber es gibt auch Grenzen des Einflusses – den Adorfer Kram- und Viehmarkt hat der Ortsbeirat nicht retten können – für Becker war es ein „schwarzer Tag“, als das Parlament den Zuschuss der Gemeinde von der Tagesordnung strich, damit war die Finanzierung geplatzt. Die konzeptionellen Vorarbeiten der Adorfer hatten dem Gemeindevorstand nicht gereicht. 

Seitdem bemüht sich der Ortsbeirat, wieder ein großes Fest im Jahr in Adorf zu etablieren. Anstoß soll das Festwochenende zum Dorfjubiläum 2021 werden. Becker hofft, über den Verein auch in den nächsten Jahren ein Fest organisieren zu können.

Infrastruktur erhalten

Größtes Ziel der neuen Wahlperiode ist für Bernd Becker, die Infrastruktur im Dorf zu sichern, die Gewerbetreibenden zu unterstützen und Leerstände zu beseitigen. Ein Dauerthema ist ein sicherer Fußgängerüberweg in der Dorfmitte.

Becker hat noch einiges vor – auch er tritt 2021 noch einmal an. (-sg-)

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