Frühjahrskonzert des Spielmanns- und Musikzugs Adorf erfreut Publikum

Die Dansenberghalle zum Beben gebracht

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Zackige Märsche, Filmmusik und Popsongs: Damit begeisterten die Musiker des Spielmanns- und Musikzugs der Feuerwehr Adorf beim Frühlingskonzert in der Dansenberghalle.

Diemelsee-Adorf. Die ersten Begeisterungspfiffe gab es schon vor der Pause: beim Frühjahrskonzert haben die Musiker des Spielmanns- und Musikzugs Adorf ihr Publikum auf ganzer Linie überzeugt.

Kein Wunder, dass es sich in erster Linie um Stammhörer handelte, die jedes Jahr wieder gerne in die Dansenberghalle kommen. Das ergab die Nachfrage von Dirigent Stefan Klemme, auf die nur wenige Hände von Erstbesuchern – darunter die der Bundestagsabgeordneten Esther Dilcher (SPD) – hochgingen.

Dass die Feuerwehrmusiker ihr Handwerk verstehen, stand bereits beim eröffnenden „Gruß an Würzburg“ fest. Der neu einstudierte Marsch brachte die Dansenberghalle innerhalb von wenigen Sekunden zum Beben, wozu insbesondere das Trommelregister kräftig beitrug.

Als zweite Zugabe nach über zwei Stunden Programm war das Stück dann noch mal dran.

In der Zwischenzeit zeigten die 57 überwiegend jungen Musiker, was sich auf Blasinstrumenten klangvoll in Szene setzen lässt: nämlich so ziemlich alles. Von Arabischen Nächten in Paul Jennings „Aladdin“-Medley über Evergreens aus Rock, Pop und Filmgeschichte bis zum Gardemarsch mit Gesangseinlage waren die auf Profiniveau agierenden Instrumentalisten kaum zu bremsen. Selbst dann nicht, als gezielte Dissonanzen die akustische Harmonie unterbrachen. „Nein, es sind keine Spielfehler“, hatte Dirigent Klemme schon vor Beginn von Steven Reinekes bombastischem „Fate of the Gods“ versichert.

Für das anspruchsvolle Stück war die erste Runde Sonderapplaus fällig, mit dem zuvor bereits Maximilian von Künßbergs Posaunen-Solo bedacht worden war.

Nach der Pause halfen die Musiker dann dem Frühling auf die Sprünge. Mit zwei Vibrafonen zusätzlich zum Orchester, Paul Simons „Late in the Evening“ und Grönemeyers „Mambo“ hielten exotisch swingende Rhythmen Einzug, die Spielmannszug-Dirigent Frank Bigge in Szene setzte.

Heroen der Pop- und Filmgeschichte gaben sich bei den Medleys und Stücken des Musikzugs die Klinke in die Hand, darunter Queens „Don´t stop me now“. Als Rezept gegen Frühjahrsmüdigkeit wirkte der energetische Song sofort, klatschten und wippten die Zuhörer doch eifrig im Takt mit.

Die Begeisterung hielt bis zum Ende an, als die Musiker der nicht abreißenden Zugabenforderung nur noch durch augenzwinkernde Flucht von der Bühne entgingen.

Von Sandra Simshäuser

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