Diemelseer Gemeindevertreter schaffen Baurecht fürs Feriendorf in Heringhausen

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So soll das Ferienhausgelände im Westen Heringhausens aussehen. Die Häuser sind zum See hin ausgerichtet. Ein schmaler Park trennt die beiden Bauabschnitte.

Diemelsee. Die Investoren dürfen loslegen mit dem Bau eines rund 20 Millionen Euro teuren Feriendorfes am Diemelsee: Die Gemeindevertreter billigten am Freitag einstimmig einen „Durchführungsvertrag“ mit der Projektgesellschaft und beschlossen den neuen Bebauungsplan als Satzung.

Damit ist das Baurecht hergestellt. Die beiden Geschäftsführer Ulli Rohn und Raimund Rudis sowie Bürgermeister Volker Becker und der Beigeordnete Karl-Heinz Heinemann unterzeichneten den Vertrag noch in der Sitzung. 

Er regelt die Bauausführung, „Ausgleichsmaßnahmen“ für den Eingriff in die Natur, die Pflege des Geländes und der Grünflächen oder Rechte von Anliegern. Außerdem verpflichtet sich die Gesellschaft, die Kosten der Bauleitplanung zu tragen. 

Die Planung und Umsetzung des Projektes liegt beim Immobilienentwickler Robeo aus Nordhorn. 

Die Gemeinde unterstütze das Projekt nachhaltig, erklärte Becker. Robeo habe während der Planung mitgeholfen und alle „Hausaufgaben mehr als erfüllt“, er hoffe auf eine weiter so gute Zusammenarbeit. „Das Projekt ist für den Diemelsee eine positive Entwicklung. Wir wünschen viel Glück und hoffen, dass die Vermarktung zügig vonstatten geht.“ 

Horst Wilke von der FWG kommentierte: „Sehr schön, dass wir so weit gekommen sind.“ Er hoffe, dass auch heimische Bauunternehmen bei den Arbeiten zum Zuge kämen. Rohn sicherte zu, dass sie ihre Chance bei den Ausschreibungen erhielten. 

„Ich bin sehr glücklich über den Vertrag, sagte Parlamentschefin Hannelore Behle. „Ich hoffe, dass viele Menschen ins Feriendorf kommen und der Diemelsee an Wert gewinnt.“ Auch der Bauausschuss empfehle die Zustimmung, sagte Martin Tepel. 

Start am 17. September

Über den aktuellen Planungsstand berichteten die beiden geschäftsführenden Robeo-Gesellschafter Ulli Rohn und Erik Oppel. Bereits am 17. September sei der Baubeginn, dann richte ein Kasseler Unternehmen die Baustelle ein, berichtete Rohn. Zunächst sollen die 2,5 bis drei Millionen teuren Erschließungsarbeiten laufen, was je nach Wetter vier Monate benötige. Dann werde in der oberen Hälfte des Hügelgeländes mit dem ersten Bauabschnitt begonnen. 

Der offizielle Verkaufsstart für die Ferienhäuser sei absichtlich „in die schöne Jahreszeit“ gelegt worden, sagte Oppel. Ein erstes Musterhaus werde sofort gebaut, um es Kunden zu zeigen. Im Frühling gingen weitere Häuser in Bau. Dann starte auch die Vermarktung. „Wir haben eine große Zahl an vorgemerkten Kaufinteressenten.“ Weiter gebaut werde je nach Verkaufserfolg. Er hofft, dass es ohne Pause weitergeht und auch der zweite Abschnitt zügig gebaut wird. „Wir sind guter Dinge, wir haben viel Nachfrage.“ 

Derzeit werde für Kunden eine digitale Visualisierung vorbereitet, erste Ergebnisse von Straßenansichten und Inneneinrichtungen der Häuser zeigte Oppel in einer Präsentation.

Steffen Butterweck vom Büro Bioline und der Grebensteiner Planer Detlef Schmidt gingen noch auf Anregungen von Trägern öffentlicher Belange zur Straßenplanung und zum Naturschutz ein, die im Bebauungsplan berücksichtigt werden. Auch das Abwägungsprotokoll billigten die Gemeindevertreter einstimmig.

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