Diemelseer Vizebürgermeister geht nach 24 Jahren in den Ruhestand

Erster Beigeordneter Eckhard Köster räumt seinen Posten

Nach der ersten Parlamentssitzung in der neuen Wahlperiode in Flechtdorf: Aus der Kommunalpolitik ausgeschieden: Der langjährige Diemelseer Vizebürgermeister Eckhard Köster aus Sudeck.
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Aus der Kommunalpolitik ausgeschieden: Der langjährige Diemelseer Vizebürgermeister Eckhard Köster. Foto: Schilling

Ein „Urgestein“ verließ am Freitag in Flechtdorf die kommunalpolitische Bühne Diemelsees: der Christdemokrat Eckhard Köster.

Diemelsee – Der 67-jährige Eckhard Köster räumte seinen Platz als Erster Beigeordneter für Reinhold Kalhöfer-Köchling. Fast viereinhalb Jahrzehnte sei der Sudecker ehrenamtlich tätig gewesen, betonte Bürgermeister Volker Becker bei der konstituierenden Sitzung des Parlaments in seiner Eröffnungsrede.

„Ich habe früh angefangen und lange durchgehalten“, sagte Köster schmunzelnd der WLZ. Als 1972 während der Debatte um die Gebietsreform die Diemelseer CDU gegründet wurde, trat Köster bei und begann sein kommunalpolitisches Engagement.

Damals hätten Abgeordnete aber erst ab 21 Jahren gewählt werden dürfen, berichtet er. Die Kommunalwahl damals lag nur wenige Wochen vor seinem 21. Geburtstag, so musste er noch vier Jahre warten, bis er erstmals ins Parlament einzog.

Stellvertreter des Bürgermeisters

Später wechselte er in den Gemeindevorstand. 24 Jahre lang war er als Erster Beigeordneter der ehrenamtliche Stellvertreter des Bürgermeisters – erst von Hans-Jürgen Fischer, dann von Volker Becker. Wenn die Hauptamtlichen in Urlaub waren, saß Köster im Chefsessel der Gemeindeverwaltung in Adorf. Auch bei öffentlichen Terminen vertrat er die Gemeinde. Und mit seiner langjährigen Erfahrung und mit seinen Kenntnissen war er ein geschätzter Mitstreiter im Gemeindevorstand.

Aber nun sei es an der Zeit, die Geschicke der Gemeinde in jüngere Hände zu legen, erklärt er der WLZ nach der Sitzung am Freitag Abend.

„Mit Herzblut und Idealismus“

Köster habe sein Amt „mit Herzblut und Idealismus“ ausgeübt, lobte Becker. Aber es sei auch aufwendig. Für den Landwirt sei es nicht immer einfach gewesen, sich für seine Amtspflichten den Freiraum zu schaffen. Dennoch habe er immer die Zeit für die Politik genommen. „Herzlichen Dank, Ecki.“

Immerhin bleibt das besondere Ehrenamt im Berufsstand: Auch Kösters Nachfolger, der 62 Jahre alte Reinhold Kalhöfer-Köchling aus Wirmighausen, ist Landwirt.

Becker würdigte auch die anderen ausgeschiedenen Mandatsträger, die teils über Jahrzehnte in Gemeindevorstand, Parlament oder Ortsbeiräten gewirkt hätten. Sie hätten sich für die Gemeinde und ihre Ortsteile ehrenamtlich eingesetzt und ihre „Spuren hinterlassen“. Alle werden noch geehrt. Wenn es die Corona-Lage erlaubt, soll dies in der September-Sitzung des Parlaments geschehen. (Dr. Karl Schilling)

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