141 Anträge von privaten Investoren 

Dorfentwicklung in Diemelsee: Bislang sind 4,7 Millionen Euro Förderung geflossen

Ein neueres Projekt der Diemelseer Dorfentwicklung: der „Dorftreff“ in Vasbeck für alle Generationen. Die neue Holzhütte mit den Sanitäreinrichtungen steht, die Dorfjugend pflastert derzeit ehrenamtlich den Platz.
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Ein Projekt der Diemelseer Dorfentwicklung: der „Dorftreff“ in Vasbeck für alle Generationen. Die neue Holzhütte mit den Sanitäreinrichtungen steht, die Dorfjugend pflastert derzeit ehrenamtlich den Platz.

Mehr als 4,7 Millionen Euro Fördergelder hat das Land Hessen bislang in die Dorfentwicklung für alle 13 Diemelseer Ortsteile gesteckt.

Diemelsee-Flechtdorf – Über den aktuellen Stand des Landesprogramms berichtete Bernd Wecker vom Lichtenfelser Büro Bioline am Freitag in der Flechtdorfer Aartalhalle den Gemeindevertretern.

Große Nachfrage bei Privatleuten

Die Anzahl der privaten Projekte sei „bemerkenswert“, sagte Wecker: 141 Anträge seinen bislang bewilligt worden, das seien im Vergleich mit anderen Kommunen viele. Bei zuwendungsfähigen Kosten von knapp 7,1 Millionen Euro seien 2,4 Millionen Euro an Fördergeldern geflossen. Die Gesamtinvestitionen lägen gar bei rund 8,4 Millionen Euro.

Bislang 31 öffentliche Projekte

Die Gemeinde habe bislang 31 Projekte eingereicht, bei bei zuwendungsfähigen Kosten von knapp drei Millionen Euro habe das Land 2,33 Millionen Euro an Zuschüssen gezahlt. Wecker nannte vier große Projekte: die Modernisierung des Adorfer Besucherbergwerks Grube Christiane, der Abriss des ehemaligen Heringhäuser Sägewerks und die Sanierung der Kindergärten in Heringhausen und Vasbeck kosteten allein 1,8 Millionen Euro.

Förderquote angehoben

Das Land habe die Förderquote für Diemelsee im August 2020 auf 80 Prozent angehoben, berichtete Wecker, das gelte noch bis Ende diesen Jahres. Für ein paar Monate stieg sie wegen der Corona-Krise sogar auf 85 Prozent, damit die Gemeinde neue Projekte finanzieren und so der heimischen Wirtschaft Aufträge geben konnte. Bürgermeister Volker Becker bedauerte, dass die Quote inzwischen wieder auf 80 Prozent gesenkt worden sei.

Die Steuerungsgruppe bewilligt die Projekte. Sie leiste kreative Arbeit, betonte Wecker. Ihre Stabilität sei im Vergleich zu anderen Gruppen „außergewöhnlich“.

Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen

Becker hob aber auch die umfassenden Leistungen des Büros Bioline und die kostenlose Beratung der Architektin Ute Friedrich für private Investoren hervor. Er rief die Diemelseer auf, die Fördermöglichkeiten der Dorfentwicklung in Anspruch zu nehmen und geplante Investitionen eventuell vorzuziehen. Das Programm laufe noch bis Ende 2023.

Das Land übernimmt bei Privatleuten 35 Prozent der zuschussfähigen Nettokosten, maximal 45 000 Euro pro Objekt. Voraussetzung: Die Investitionskosten betragen mindestens 10 000 Euro. Förderanträge können noch bis 30. September 2022 gestellt werden.

Geld in Diemelsee richtig angelegt

Die Gemeinde sei nicht sparsam gewesen und habe einiges auf den Weg gebracht, sagte Becker. „Das zahlt sich aus.“
Das Geld sei in Diemelsee richtig angelegt. Es sei in fast alle Ortsteile gegangen, lobte auch der SPD-Fraktionschef Martin Tepel.

FWG-Fraktionschef Horst Wilke berichtete, wie gut der neue Multifunktionsplatz für die Jugend in seinem Heimatdorf Benkhausen angenommen werde, tagsüber kämen viele Kinder – inzwischen sogar aus Westfalen. Und abends versammele sich die Jugend dort. Dorfkerne beleben und Menschen zusammenbringen: Genau das sind Ziele der Dorfentwicklung.

Mehr unter www.de-diemelsee.de.

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