Adorfer, Freienhagener und Wirmighäuser im ehrenamtlichen Einsatz

Drei Landjugenden beteiligen sich an der 48-Stunden-Aktion

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Am frisch gestrichenen Glockenturm auf dem Adorfer Dorfplatz: Die Landjugend erledigte bei der 48-Stunden-Aktion weit mehr Aufgaben als sie für die Aktion gestellt bekommen hatte.

Diemelsee/Waldeck – Zu seinem 70-jährigen Bestehen hat der Bund der Deutschen Landjugend am Wochenende zur bundesweiten Aktion „#landgemacht“ aufgerufen – auch die Adorfer, Freienhagener und Wirmighäuser Landjugend-Gruppen beteiligten sich. 

Der hessische Landesverband hat aus der Bundesaktion eine 48-Stunden-Aktion entwickelt, die vom 17. bis zum 19. Mai lief. Am Freitag um 18 Uhr bekamen die Gruppen ihr Aufgaben präsentiert, die sie bis Sonntag um 18 Uhr zu erledigen hatten. 

Die einzelnen Projekte hätten zuvor „Geheime Agenten“ mit Ortsbeiräten, Bürgermeistern, Gemeinden und dem Landesverband geplant, berichtet die Landesvorsitzende Lisa Kamm aus Wirmighausen. 

Die Adorfer Landjugend

Am verschönerten Adorfer Dorfplatz: Die Landjugend erledigte weit mehr Aufgaben als sie für die Aktion gestellt bekommen hatte

In Adorf hat die Landjugend mit Blick auf das Dorfjubiläum 2020 den Dorfplatz verschönert. Ein „Agent“ des Ortsbeirates verkündete ihnen die Aufgabe. Nachdem am Freitag die neuen Mitglieder bei geselligen Spielen begrüßt wurden, ging es Samstag um 10 Uhr richtig los. Die Jugendlichen erledigten an dem Tag bereits einen Großteil der Aufgaben. Ausbesserungen wie das Säubern und Streichen des Bergarbeiter-Denkmals standen an, die Helfer füllten den Schotter auf dem Platz an, strichen Sitzgelegenheiten und Zäune sowie den Glockenturm. Außerdem entfernten sie Unkraut und pflanzten Blumen. 

Allerdings waren den Jugendlichen die Aufgaben zu wenig, sodass sie sich noch mehr Arbeit auferlegten. Das Bergarbeiter-Denkmal und der Glockenturm standen nicht auf der Agenda. Am Sonntag wurden die Arbeiten zu Ende gebracht, knapp 400 Stunden kamen zusammen. 

Bereits 2009 und 2012 beteiligte sich die Landjugend an diesen ehrenamtlichen Projekten. So haben die Jugendlichen 2009 unter dem Motto „Wir fürs Land“ eine Grillhütte komplett neu errichtet sowie eine andere erneuert und ein Zaun an der Kirche restauriert. 

2012 baute die Landjugend eine Waldschutzhütte für die Kindergartenkinder und Wanderer. Auch in Zukunft will sich die Landjugend dafür einsetzen, das Dorfleben zu verbessern und mitzugestalten.

 Die Freienhagener Landjugend

Am neu angelegten Barfußpfad in Freienhagen: Die Mitglieder der Landjugend schufen diese neue Attraktion bei der 48-Stunden-Aktion am vorigen Wochenende

In Freienhagen war die Landjugend am Tretbecken neben der historischen Mühle im Einsatz. Sie strich das Tretbecken, erneuerte den Zaun und legte vor allem einen Barfußpfad mit vielen unterschiedlichen Feldern an. So hat der Platz einen weiteren Anziehungspunkt für Jung und Alt erhalten. 

Die Wirmighäuser Landjugend

An der Wirmighäuser Grillstation „Sandkuhle“: Die Mitglieder der Landjugend brachten das Gelände auf Vordermann

In Wirmighausen ging es zur Grillstation „Sandkuhle“. Auch dort wurden Tretbecken und Zaun auf Vordermann gebracht. Außerdem wurde die Feuerstelle neu gemauert, die Hütte bekam eine Schutzlasierung. Die marode Schaukel wurde durch eine Hängematte ersetzt. Außerdem dem bauten die Landjugendlichen eine neue Sitzbank auf.

Jugend setzt sich sich für das Dorfleben ein

Mit diesem Projekt zeige der Verband, dass sich junge Menschen vor Ort ehrenamtlich engagierten und ein wichtiger Teil der Gesellschaft seien, dass sie anpacken könnten und sich für das Dorfleben einsetzen, betont Lisa Kamm. Vertreter des Landes- und Bundesverbandes besichtigten die Einsatzstellen. Neben ihrem Dank für die geleistete Arbeit brachten sie Erfrischungen und kleine Snacks mit. Der Kreis unterstützte die Gruppen finanziell. 

„Es ist schön, solche großen und aktiven Gruppen im Verband zu haben“, sagt Kamm. „Die Jugend ist ein wichtiger Teil der Gesellschaft“, ohne sie sterbe das flache Land aus. Bei Aktionen wie dieser werde deutlich, dass die Jugend die Zukunft der Region sei und sich aktiv für sie einsetze. „Dieses muss von der Öffentlichkeit wahrgenommen und unterstützt werden.“ 

„Die Gruppen haben an diesem Wochenende Teamgeist, Geschick und Kreativität gezeigt“, bilanziert Kamm. „Solche Projekte sind nachhaltig, schweißen zusammen und zeigen, dass die Jugend mehr kann als nur am Handy zu sein.“

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