Im vergangenen Jahr 2736 Stunden ehrenamtliche Arbeitet geleistet

Feuerwehren in Diemelsee: 33 Einsätze für „329 kühle Köpfe“

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Beförderungen, Ernennungen und zahlreiche Ehrungen wurden bei der Jahreshauptversammlung der Diemelseer Freiwilligen Feuerwehr ausgesprochen.  

Diemelsee-Adorf. Zu 33 Einsätzen rückten die 329 Brandschützer, die den zwölf Einsatzabteilungen angehören, im vergangenen Jahr aus.

Diemelsee-Adorf. „Feuerwehrleute müssen immer einen kühlen Kopf bewahren“ und „dürfen nicht auf dem Schlauch stehen“ umriss Bürgermeister Volker Becker die Anforderungen, die an die ehrenamtlichen Brandschützerinnen und -schützer gestellt werden. Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Diemelsee im Adorfer Feuerwehrhaus dankte er den Mitgliedern: „Bei den Einsätzen in 2017 wurde Ihnen wieder alles abverlangt. Ihre Leistung ist für unsere Gesellschaft von großem Wert.“

Zu 33 Einsätzen rückten die 329 Brandschützer, die den zwölf Einsatzabteilungen angehören, im vergangenen Jahr aus. Das ging aus dem Jahresbericht hervor, den der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Thorsten Behle vortrug. Neun Brände waren zu bekämpfen. Die Feuerwehrleute leisteten allein dabei schon 1019 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Doch auch Verkehrsunfälle und andere Hilfeleistungen hielten die Feuerwehr auf Trab. Hinter 921 Stunden verbergen sich Einsätze zur Menschenrettung, Unterstützung des Rettungsdienstes oder wegen Ölspuren, Wespennestern und sonstigen Hilfeleistungen. Zählt man noch Brandsicherheitswachdienste, das Willinger Skispringen und andere Sicherheitsmaßnahmen hinzu, ergibt sich eine Einsatzzeit von 2736 Stunden – ohne Nachbereitung und ohne Aus- und Fortbildungsmaßnahmen.

Die hohe psychische Belastung machte Notfallseelsorger, Pfarrer Jörg Schultze, deutlich. Im vergangenen Jahr wurden die Diemelseer Brandschützer mit sechs Toten konfrontiert. „Ihr übernehmt eine Aufgabe, die alles andere als leicht ist“, sagte der Pfarrer. Ganz unterschiedliche, teilweise sehr schwierige Einsätze stellte Dr. Beate Schultze als stellvertretende Vorsitzende des Gemeindeparlaments fest, sprach Synergieeffekte beim gemeinsamen Einkauf mit anderen Feuerwehren an und lobte die Jugendarbeit. 

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