Förderverein evangelische Kirche lädt ein

Frank Mause liest in Adorf aus seinem Krimi „Mord(s)genau“

+
Krimi-Autor Frank Mause bei der Lesung. Seine Kleidung gab einen Hinweis auf die Region, in der sein Buch spielt.

Diemelsee-Adorf – Am Sonntag stellte der Leiter des Korbacher Amtes für Bodenmanagement,  Frank Mause,  im Landgasthof Hofmeister seinen zweiten Roman vor. Der Einladung des Fördervereins evangelische Kirche war der Autor gern gefolgt.

Es ist Nacht im Wald, der das Sauerland und Waldeck verbindet. Der „singende Wirt“ der Upländer „Alm“ liegt tot in seinem Auto, zerquetscht von einem umgestürzten Baum, daneben eine Kettensäge. So sieht der Tatort aus, den Frank Mause in seinem neuen Roman „Mord(s)genau: Jetzt wird’s grenzlich“ beschreibt.

Seiner Lesung folgten so viele Gäste, dass kein Platz im Saal frei geblieben war. In zwei Teilen trug Mause Passagen vor, die einen guten Einblick in die Handlung und die Roman-Atmosphäre vermittelten. „Wer Willingen kennt, findet sich in dem Buch zurecht“, sagte Mause über den Krimi um einen Mord, der genau auf der Grenze zwischen dem Sauerland und Waldeck geschah. 

Als Mörder kommen mehrere in betracht, und die Handlung beschreibt die Tätersuche. Zunächst stellt sich die Frage nach der polizeilichen Zuständigkeit im Grenzgebiet, was die Vermessungsingenieurin Susanne Balkenhol auf den Plan ruft. Sie verbindet eine Jugendbeziehung mit dem Titelhelden Johannes Nigge. 

Der Kriminalkommissar aus Köln ist im Hochsauerland aufgewachsen und wurde wider Willen in die Polizeistation Brilon zurückversetzt. Die niedrige Kriminalitätsrate, technische Rückständigkeit und die gemächlichen Ansichten auf dem Land treiben ihn schier zur Verzweiflung: „In Ha-Es-Ka ham wir keine Nachtschicht“. 

Sein Gegenpart aus Waldeck ist Kommissar Wilke Wagner, genannt „Wil“. Der aus Frankfurt stammende Kripobeamte hoffte, sein Burn Out im beschaulichen, ereignisarmen Waldeck therapieren zu können. Ein Mord in seinem Revier kommt ihm da gar nicht entgegen. 

Die bildhaften Figurenbeschreibungen lösten bei den Zuhörern wahres Kopfkino aus. Reichlich Lokalkolorit und reale Ortsbeschreibungen sorgten für humorvolle Unterhaltung. Regionaltypische Familiennamen sind laut Mause rein zufällig und lassen keine Schlüsse auf tatsächliche Menschen zu. 

Musikalische Einlagen

Für den Förderverein brachte die Lesung ein gutes Zubrot zur weiteren Sanierung der Adorfer Kirche. Die Beiträge von Querflötistin Franziska Witsch und Gitarrist Alex Kraus machten die Lesepause zu einem musikalischen Vergnügen. Sie spielten Bearbeitungen von Adele, „Coldplay“- und Lady-Gaga-Stücken, während im Nebenraum selbstgebackene Torten für die Gäste bereit standen. 

Zum Schluss konnten die Gäste sich das Buch vom Autor signieren lassen. Wer es verpasst hat, kann den Krimi im Handel zum Preis von 16 Euro erwerben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare