Kirchspiele Flechtdorf, Adorf und Heringhausen arbeiten ab 1. Januar mit einem Kirchenvorstand

Fusion der Diemelseer Kirchspiele ist unter Dach und Fach

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Drei Bezirke, eine Gemeinde: Ab Januar arbeiten Jörg Schultze, Anna Katharina Heyser und Sascha Biehn-Tierre arbeiten ab Januar unter dem Dach einer Gemeinde.

Diemelsee. Aus drei Kirchspielen mach eins: Die Pfarrer in Adorf, Heringhausen und Flechtdorf arbeiten ab Januar unter dem Dach einer Gemeinde. Für die Menschen in den Kirchspielen soll sich aber gar nicht so viel ändern.

 „Noch haben wir es selbst in der Hand“, sagt Pfarrer Jörg Schultze aus Heringhausen. Und damit meint er die Veränderungen in den Kirchengemeinden. Die Mitgliederzahlen sinken, finanzielle Spielräume werden enger und die Landeskirche gibt deutliche Appelle für Sparmaßnahmen aus. Darauf reagieren die Kirchspiele Adorf, Heringhausen und Flechtdorf: Ab 1. Januar arbeiten sie mit einem Kirchenvorstand unter dem Dach der evangelischen Kirchengemeinde Diemelsee. „Wir hatten bei Kirchenvorstandswahlen manchmal schon Probleme, neue Kandidaten zu finden“, sagt der Adorfer Pfarrer, Sascha Biehn-Tirre. Und auch die Konfirmandengruppen seien heute deutlich kleiner als früher – deswegen arbeiten die Kirchspiele in diesem Bereich bereits zusammen. „Da wird der demografische Wandel spürbar“, sagt er. Drei Pfarrstellen bleiben Hinzu kommt ein finanzieller Anreiz der Landeskirche: Die bezahlt pro Gemeindemitglied in großen Gemeinden deutlich mehr als in kleinen Gemeinden – so will sie zu Fusionen motivieren. „Wir hätten unsere Angebote mit den aktuellen finanziellen Mitteln nicht halten können“, sagt Pfarrer Jörg Schultze, „durch die höhere Unterstützung können wir das Angebot erst mal sichern.“ Wie sich das im Alltag der Gemeinden auswirkt? „Wahrscheinlich spüren die Menschen erst mal wenig von dieser Fusion“, sagt die Flechtdorfer Pfarrerin Anna Katharina Heyser, „anders als die Kirchenvorsteher“. Die arbeiten nämlich künftig in einem großen, gemeinsamen Gremium. Innerhalb der neuen Gemeinde entstehen aber drei Bezirke, in denen Ortskirchenausschüsse (die alten Kirchenvorstände) in Aktion treten.

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung am Donnerstag, 19. November.

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