Diemelseer Gemeindevertreter beschließen Abriss

Gebäude des ehemaligen Sägewerks Pack sollen weichen

Blick vom Gelände des ehemaligen Sägewerks Pack in Heringhausen auf das neue Feriendorf. Die Betriebsgebäude sollen abgerissen werden, um Platz zu machen für einen Nahversorgungsmarkt. 	Fotos: Schilling
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Blick vom Gelände des ehemaligen Sägewerks Pack in Heringhausen auf das neue Feriendorf. Die Betriebsgebäude sollen abgerissen werden, um Platz zu machen für einen Nahversorgungsmarkt.

Die Betriebsgebäude des ehemaligen Sägewerks Pack in Heringhausen sollen abgerissen werden, um Platz für einen Nahversorgungsmarkt zu schaffen.

Diemelsee-Heringhausen – Das beschlossen die neu gewählten Diemelseer Gemeindevertreter in nichtöffentlicher Sitzung. Finanziert werden sollen die Abrissarbeiten über eine Förderung aus der Dorfentwicklung.

Wie im Februar berichtet, will der Unternehmer Martin Stich aus Büren auf dem Gelände für etwa zwei Millionen Euro einen Nahversorgungsmarkt bauen, der an einen Betreiber verpachtet werden soll. Damit geht ein Wunsch der Heringhäuser und vieler Urlauber am Diemelsee in Erfüllung, auch Touristiker begrüßen die Investition. Die Gemeinde hat das Gelände schon vor Monaten gekauft und würde es für das Projekt bereitstellen.

Vorarbeiten erforderlich

Bis der Abriss kommt, sind aber noch einige Aufgaben zu erledigen. So müsse sich die Steuerungsgruppe der Dorfentwicklung ernst noch mit dem Projekt befassen, berichtet Bürgermeister Volker Becker. Dabei müsse auch die Nachfolgenutzung geklärt sein.

Der Investor hat den Bau des Markt an Bedingungen geknüpft: Er rechne sich erst, wenn genügend Kaufkraft vorhanden sei.

Um ausreichend Feriengäste als Kunden zu haben, müssten nach seiner Auffassung zwei weitere geplante Großprojekte umgesetzt werden: der Bau des Hotels und Restaurants an der Stelle des Standbades und die fünf Appartementhäuser, die oberhalb des Pack-Geländes neben dem neuen Feriendorf entstehen sollen.

Gegen die Appartements gibt es laut Ortseirat Bedenken bei vielen Heringhäusern. Die Gemeindevertreter hatten sich im Februar mehrheitlich für beide Großprojekte ausgeprochen, aber eine Bürgerbeiteiligung an den Planungen eingefordert.

Die Gemeinde will bis Mitte Mai den Abrissantrag an den Fachdienst Bauen des Kreises und den Förderantrag an den Fachdienst Regionalentwicklung vorbereiten. (Karl Schilling)

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