Knapp 260 000 Euro werden investiert

Gemeinde Diemelsee baut Wirtschaftswege bei Flechtdorf aus

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Bei der Übergabe des Bewilligungsbescheids für den Feldwegebau in Flechtdorf - von links: Jörg Schultze von den Jagdgenossen, Hartmut Döring, Oliver Schmidt, Karl Fingerhut und Ortsvorsteher Walter Rohde vom Ortsbeirat, Joachim Oellrich und Frank Mause vom Amt für Bodenmanagement, Anke Linnekugel vom Bauamt der Gemeinde, Bürgermeister Volker Becker, Ortslandwirt Arno Meier und Christian Pohlmann vom Agarausschuss.

Diemelsee-Flechtdorf – Knapp 260 000 Euro investiert die Gemeinde Diemelsee in den Ausbau von Wirtschaftswegen im Südosten Flechtdorfs. 164 300 Euro steuern die Europäische Union, der Bund und das Land aus dem Programm für „dem ländlichen Charakter angepasste Infrastrukturmaßnahmen“ bei.

Am Montag Mittag überreichte der Leiter des Korbacher Amtes für Bodenmanagement, Frank Mause, den Bewilligungsbescheid an Bürgermeister Volker Becker. Die Förderung mache mehr als die Hälfte der Baukosten aus, bemerkte Mause, „das lohnt sich für die Gemeinde.“ 

Möglichst im August und September sollen die Arbeiten laufen, dabei werden Wege auf 3,50 Meter verbreitert. Der Ausbau umfasst zwei Abschnitte: 

  • „In der Sauerbeck“ wird ein schadhafter Weg auf rund 300 Meter neu asphaltiert.
  •  Auf dem „NATO-Weg“ zum einstigen Bundeswehrdepot wird eine etwa 800 Meter lange Schotterstrecke asphaltiert, auf weiteren 300 Metern wird die schadhafte Asphaltschicht erneuert. 

Die Wege würden von Landwirten stark beansprucht und von Wanderern und Radlern auch touristisch genutzt, berichtete Becker. Viele Wirtschaftswege hätten in den 1970er Jahren eine dünne Asphaltdecke erhalten. Die entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen an die Infrastruktur. 

Die Zeiten seien vorbei, in denen Trecker zehn PS gehabt hätten, sagte auch Mause. Die schweren Traktoren und ihre Geräte hätten heutzutage „ganz andere Abmaßungen“, dafür müssten die Wege „fit gemacht“ werden. 

Gemeindevorstand und Agrarausschuss hätten alle Wege abgefahren, um den Sanierungsbedarf festzustellen, berichtete Becker. Dann habe die Gemeinde Förderanträge beim Amt für Bodenmanagement gestellt. „Die Zusammenarbeit funktioniert gut“ erklärte Mause. 

Diemelsee in der  „Champions League“

Für die Projekte aus dem Förderprogramm gebe es eine „Hessen-Liga“, schilderte der Amtsleiter. Wer „in der Tabelle ganz oben“ stehe, bekomme Geld. „Diemelsee spielt immer oben mit“ und rangiere gewissermaßen in der „Champions League“. Die Gemeinde komme bereits zum vierten Mal zum Zuge, sagte Becker: Auch in Rhenegge, Vasbeck und am Zollhaus wurden schon Wirtschaftswege mit Zuschüssen aus dem Fond ausgebaut.

 „Wir müssen aufpassen, dass wir in den ländlichen Gebieten nicht abgehängt werden,“ sagte Christian Pohlmann vom Agarausschuss. Auch auf dem Land sei Geld erforderlich. Feldwege würden nicht nur für Landwirte gebaut, letztlich diene die gute Erreichbarkeit von Wiesen und Feldern auch allen Verbrauchern: „Hier geht es los, damit frische Produkte wie Milch und Käse täglich in den Supermärkten verfügbar sind.“

 Für den Flechtdorfer Ortsbeirat begrüßte Ortsvorsteher Walter Rohde den Ausbau. Das öffentliche Ausschreibungsverfahren begann schon am Dienstag, bis Oktober müssen die Arbeiten abgeschlossen sein. (-sg-)

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