Gemeinde investiert vier Millionen Euro in die Neugestaltung der Uferzone am Diemelsee

Ortstermin an der Baustelle der Heringhäuser Uferpromenade: Von links zu sehen sind Detmar Jahn von der Baufirma Benning, Anke Linnekugel vom Bauamt der Gemeinde, Bürgermeister Volker Becker und der Landschaftsarchitekt Thomas Gusenburger.

Diemelsee-Heringhausen.  Die Ausbauarbeiten an der Heringhäuser Uferpromenade haben begonnen, bis Ende nächsten Jahres soll sie verbreitert und neu gestaltet werden.

Auch am Heringhäuser Strandbad, an den beiden Bädern an der Stormbrucher Brücke und an den Wegen am Ufer wird gearbeitet – knapp vier Millionen Euro lässt sich die Gemeinde die Verbesserung der Uferzone kosten. Mit dem Projekt solle der Diemelsee attraktiver gemacht werden für Feriengäste und Einheimische, sagte Bürgermeister Volker Becker am Dienstag bei einem Ortstermin. Die Aufenthaltsqualität solle sich für die Besucher erhöhen. 

Die Bürgerschaft habe sich in den vergangenen Jahren Gedanken gemacht über die Entwicklung des Diemelsees, sagte Becker und erinnerte an die Workshops im Haus des Gastes und das von einem Planer aufgestellte Konzept, das derzeit umgesetzt wird – die Aufträge für den ersten Bauabschnitt sind vergeben, vor einem Monat haben die Bauarbeiten begonnen. 

Die Uferpromenade wird breiter 

Ein Kernstück des Projektes ist die Erneuerung der rund 1,3 Kilometer langen Uferpromenade in Heringhausen. Sie werde auf 2,5 bis drei Meter verbreitert, damit Fußgänger und Radfahrer sie gut nutzen können, berichtete der Landschaftsarchitekt Thomas Gusenburger aus Berlin. Der Weg erhalte eine attraktive Pflasterung mit einem Wellenmuster aus hellem und dunklem Naturstein. Die Beleuchtung werde ausgetauscht, auch Bäume würden noch gepflanzt. 

Doch bevor die beauftragte Firma aus Münster loslege, erneuere eine Korbacher Baufirma die Kanalisation im Weg, erläuterte Becker. An den Stellplätzen für Wohnmobile würden Kanalisation und Wasserleitung verlängert. Die Anlieger unterstützten die Arbeiten, betonte er. Da werde eine Hecke entfernt, Camper räumten ihre Plätze, damit die Bagger rangieren könnten. „Das haben wir alles gut lösen können.“ 

Er bat um Verständnis, dass der Weg zeitweise nicht genutzt werden könne. Dafür sei er nachher um so schöner.

Neue Open-Air-Bühne

Am Heringhäuser Campingplatz wird eine neue Open-Air-Bühne gebaut. Für die Zuschauer entsteht ein kleines Amphitheater, die Sitzplätze sind aufs Gipfelkreuz des Heringhäuser Hausbergs „Sankt Muffert“ ausgerichtet. 

Weiteres Ziel des Bauprojektes: Besucher sollten den See „trockenen Fußes“ umrunden können, sagte Gusenburger. Dazu wird der 14 Kilometer lange Weg am Ufer entlang für Fußgänger und Radfahrer ausgebaut. Wichtig gerade für ältere Besucher seien ausreichend Sitzgelegenheiten, Bänke würden immer in Sichtweite zur nächsten aufgestellt. Nächstes Jahr werde auch noch eine Naturbeobachtungsstation gebaut. 

Weitere Punkte im Bauprogramm:

Der Ortsbeirat und die touristischen Anbieter seien in die Planung der Bauarbeiten mit eingebunden, betonte Becker. Auch das Wasserstraßen- und Schiff-Fahrtsamt sei beteiligt worden. „Wir sind zum Teil Grundstückseigentümer“, berichtete Mario Drebes von der Außenstelle in Edertal. Die Abstimmung mit der Gemeinde klappe sehr gut. 

Sofern nicht Probleme mit Felsen aufträten und der Kanal fristgerecht fertig sei, „werden wir den Weg bis Weihnachten wieder freigeben können“, sagte Geschäftsführer Detmar Jahn von der Münsteraner Baufirma Benning.

Die Gemeinde erwartet Zuschüssen von rund 1,43 Millionen Euro, den Löwenanteil trägt das Land Hessen. Becker hofft, dass bis Herbst 2019 alle Arbeiten abgeschlossen sind.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare zu diesem Artikel