Zweites Straßencafé „wie zu Omas Zeiten“

Gemischter Chor lädt ein an "Vasbecks längste Kaffeetafel"

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Vasbecks längste Kaffeetafel: Die „kurze Ecke“ zwischen Marsberger und Adorfer Straße hatte der gemischte Chor am Sonntag wieder in ei Straßencafé verwandelt, die besucher ließen sich Kaffee und Kuchen schmecken.

Diemelsee-Vasbeck – Angenehme Stunden verbrachten die Besucher am Sonntag beim zweiten Straßencafé „wie zu Omas Zeiten“. Dazu hatte der gemischte Chor die „kurze Ecke“ zwischen Marsberger und Adorfer Straße wieder in „Vasbecks längste Kaffeetafel“ verwandelt.

„Alle Anlieger sind Vereinsmitglieder, da konnten wir die Straße sperren“, berichteet der Vorsitzende Gerhard Behle. Die Helfer holten Tische und 116 Stühle aus der Walmehalle, auf die Tische kamen Leinendecken, Blumen und altes Geschirr. Behle stellte ein Partyzelt auf, andere steuerten Sonnenschirme bei – der Himmel hielt sich allerdings bedeckt. Doch das störte die Gäste nicht. 

Auch viele Auswärtige und ehemalige Vasbecker zog es ins Dorf. „Was für eine tolle Idee“, rief eine Besucherin und ließ sich den Kuchen schmecken. 

Den Vorsitzenden wunderte die große Resonanz nicht: „Schon vor drei Jahren waren die Besucherzahlen nicht schlecht“, sagte Behle. Und dass die Premiere 2016 gelungen war, „hat sich herumgesprochen“. 

Den Vorstand des 1874 gegründeten Vereins habe dieser Erfolg nicht losgelassen, viele hätten gesagt: „Das müssen wir wieder machen“, berichtete Behle. „Dieses Jahr passte es in den Terminplan des Dorfes.“ 

Guten Appetit: Mehr als 30 Torten und Kuchen fürs Buffet kamen am Sonntag zusammen.

Auch im gemischten Chor werden die Aktiven älter. Das habe einen Vorteil, betont Behle: „Kuchenbacken können sie gut, das können andere Vereine nicht so.“ Aber auch Nichtmitglieder hätten gesagt: „Das ist eine schöne Sache, dafür backen wir euch gern einen Kuchen.“

 Und so kamen auf den Tischen in der Garage von Nicole und Frank Eigenbrodt mehr als 30 Torten und Kuchen zusammen. „Jeder ist anders“, lobte Behle, „So eine Auswahl, die man hier hat.“ Klar, dass das Festmotto „Aber bitte mit Sahne“ dabei voll zur Geltung kam.

Aus Lautsprechern erklang dezent klassische Caféhausmusik, passend zum alten Sammelgeschirr und den mit Stickereien verzierten Tischdecken kamen einige Sänger mit Zylinder und schwarzem Anzug, um Erinnerungen an die „gute alte Zeit“ zu wecken. Vom 91-jährigen Werner Becker bis zum Kleinkind waren alle Generationen vertreten. 

Die Gäste saßen in gemütlicher Runde beisammen, unterhielten sich und probierten sich durch die Leckereien am Buffet. Kaum waren die einen gegangen, trafen schon die nächsten Besucher ein. Auch Bürgermeister Volker Becker schaute vorbei. 

Prost: Der Vorsitzende des Gemischten Chores, Gerhard Behle, schenkte selbst angesetzten Schnaps aus.

Viele blieben auch länger. Denn nach Kaffee und Kuchen servierte der Vorstand selbst aufgesetzten „Erbeerleimer“, Eierlikör und Schnaps aus Nüssen. Auch Obstler war zu haben. 

Daneben gab es Bier und alkoholfreie Getränke. Und gegen Abend warfen die Sänger den Grill an und boten noch Würstchen an. (-sg-)

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