Flächennutzungsplan: Gemeindevertreter beschließen Änderung

Hängebrücke am Diemelsee: Nächster Schritt ist getan

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Beeindruckende Aussicht: Diese Perspektive zeigt einen möglichen Ausblick von der geplanten Hängebrücke in Richtung Heringhausen und Stormbrucher Brücke. Die Hängebrücke würde in etwa durch die vorhandene Baumschneise führen.  

Diemelsee. Die Gemeinde Diemelsee hat den nächsten Schritt zum möglichen Bau einer Hängebrücke über den See gemacht.

Die Gemeindevertreter beschlossen am Freitag in ihrer Sitzung in Adorf bei jeweils einer Gegenstimme die Änderungen des Entwurfs des Flächennutzungsplanes sowie des Bebauungsplanes.

Somit schaffe die Gemeinde die Voraussetzungen dafür, dass das Tourismusprojekt realisiert werden kann, sagte Bürgermeister Volker Becker. „Wir werden pünktlich fertig. Daraus ergibt sich ein Zeitvorteil für die Investoren.“

Der Grebensteiner Planer Detlef Schmidt kündigte an, dass bis Ende des Sommers die Genehmigung des Flächennutzungsplanes durch das Kasseler Regierungspräsidium zu erwarten sei.

Einige Anregungen und Hinweise von Behörden wurden in die Pläne aufgenommen. Geringfügige Änderungen an den Plänen stehen an: So sollen etwa Wendemöglichkeiten an den Parkflächen entstehen. Außerdem sei gegebenenfalls eine Linksabbiegerspur im Einfahrtsbereich notwendig. Am Ende der Brücke – am Hohen Rade – soll den Plänen zufolge ein Restaurant mit Aussichtsplattform und Toiletten gebaut werden. Außerdem soll ein Parkplatz mit 680 Stellflächen entstehen.

Bilder aus der Luft

Der Planer Detlef Schmidt zeigte in der Sitzung des Parlaments einige Bilder, die aus der Luft mit einer Drohne aufgenommen wurden, um den Gemeindevertretern und Gästen zu zeigen, welche Aussicht Besucher der Hängebrücke hätten.

Der Großteil des Diemelseer Parlamentes steht nach wie vor hinter dem Projekt, das den Wander- und Naturtourismus am See nach vorne bringen soll. Der Bauausschuss empfahl geschlossen, zuzustimmen, berichtete Martin Tepel. Einzig Dr. Beate Schultze (CDU), die diesmal als Stellvertreterin der Parlamentschefin Hannelore Behle die Sitzung leitete, stimmte gegen die Pläne.

Wie berichtet, rechnen die Investoren damit, dass frühestens nächstes Jahr mit dem Bau begonnen werden kann. „Wir wissen nicht, wie schnell das Baurecht geschaffen werden kann“, sagte Bürgermeister Volker Becker.

Derweil laufen auch Pläne für eine mögliche Hängebrücke im Strycktal in Willingen. Aus Sicht der Investoren sind beide Varianten realistisch.

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