Besucheransturm regeln

Hängebrücke am Diemelsee: Verkehrskonzept vorgestellt

Touristenmagnet: Spektakuläre Brücken (wie diese in Geierlay im Hunsrück) ziehen viele Gäste an – Parkmöglichkeiten für sie zu finden, ist eine Herausforderung. Archivbild pr

Diemelsee. Eine Attraktion wäre die geplante rund 400 Meter lange Hängebrücke über den Diemelsee – und mit den zu erwartenden Besuchern käme einiges an Verkehr auf.

Wie damit umzugehen wäre, haben die Gemeindevertreter beraten. Lothar Zacharias vom zuständigen Verkehrsplanungsbüro aus Hannover stellte die Pläne vor.

Ausgegangen wurde von 100 000 Besuchern im Jahr, jeweils 15 000 in den Spitzenmonaten Juni, Juli und August. Dabei hat sich das Büro an anderen Touristenattraktionen orientiert, aber auch für einen doppelt so großen Andrang geplant.

Konzentrieren würden die Besuche sich auf Sonntage mit 1400 Gästen. 1085 davon würden wohl einen Parkplatz in der Nähe der Hängebrücke suchen – das bedeute 425 Autos am Tag. Vorgesehen ist ein Areal westlich vom Campingplatz. 175 Parkplätze seien in der Stoßzeit von 13 bis 14 Uhr nötig, Zacharias riet, eine Reserve von 20 Prozent einzuplanen.

Laut Lothar Zacharias könnten die Hauptverkehrsstraßen den Mehrverkehr ohne Probleme aufnehmen: Auf der Kreisstraße 63 südlich von Heringhausen zählte das Büro mit Automaten an einem Feriensonntag mit Ausflugswetter Ende Juli 3000 Autos am Tag.

Als touristisches Leuchtturmprojekt will eine Investorengruppe um den Willinger Hotelier Gert Göbel quer über den See die mit mindestens 400 Metern längste Hängebrücke Deutschlands bauen.

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