Um die Wette geknotet

Kinder- und Jugendfeuerwehren in Diemelsee zeigen ihr Können

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Im Diemelseer Knotenwettbewerb setzte sich die Mannschaft "Vorupland 1" vor den ersten Teams aus Flechtdorf und Rhenegge durch.

Geschickte Finger und Fachkenntnis stellten die jüngsten Brandschützer Diemelsees unter Beweis, beim Kinder- und Jugendfeuerwehrtag in Flechtdorf.

Kinderfüße trappeln, Löschschläuche rollen und geschickte Finger zurren in Windeseile Knoten fest: Beim Kinder- und Jugendfeuerwehrtag der Diemelseer Wehren haben Dutzende Gäste schöne Stunden verbracht – und der Nachwuchs bewies, wie viel er vom Handwerk der Brandschützer versteht.

Richtig etwas zu sehen gab es beim Knotenwettbewerb der Jugendfeuerwehren: Dabei ging es darum, möglichst fix einen Löschschlauch mit einer Leine zu sichern und dann noch Mastwurf, Schotenstich und Achter-Knoten zu binden. Am Besten gelang das der Mannschaft „Vorupland 1“, die sich in einer Konkurrenz von neun Mannschaften vor den ersten Teams aus Flechtdorf, Rhenegge und Wirmighausen durchsetzte. 

Den Einzelwettbewerb der 16- bis 18-Jährigen gewann Dominik Drössler vor Lea Engelhard und Felix Rummel; bei den 13- bis 15-Jährigen lag Carlos Fisseler vor Kevin Lieberknecht und Marisa Merhof; bei den Zehn- bis Zwölfjährigen Silas Wagner vor Philipp Biederbick und Mika Wagner. „Alle, die heute mitgemacht haben, können mehr Knoten als 80 Prozent der Leute, die in den Einsatzabteilungen sind“, lobte David Biederbick von der Kreisjugendfeuerwehr.

Neun Mädchen und Jungen der Kinderfeuerwehr erwarben derweil die Auszeichnung „Tatze“: Dafür mussten sie zeigen, dass sie die Aufgaben der Feuerwehr kennen, mit Knoten und Kerzen zurechtkommen und selbstständig einen Notruf absetzen können.

Ihre "Tatzen" verdienten sich Mädchen und Jungen aus Diemelsee.

Nach den Wettbewerben eröffnete Jugendwart Andreas Neumann eine Sitzung: Bei dieser wählten die Jugendlichen Jannis Raupach als Jugendsprecher wieder und bestimmten Carlos Fisseler zu seinem Stellvertreter. Julian Biederbick wird wieder Schriftwart, Maximilian Kem sein Stellvertreter.

Mit 23 Mädchen und 51 Jungen hatte die Jugendfeuerwehr zum Jahresende elf Mitglieder mehr als 2018, berichtete stellvertretender Jugendwart Bernd Vollbracht – sechs Jugendwehren bejahten aber Nachwuchssorgen. Die Kinderfeuerwehren liefern der Jugend erfolgreich zu, in Flechtdorf gibt es acht Mitglieder, in Adorf zwölf. Es solle auch verstärkt außerhalb der Schulen geworben werden, berichtete Gina Zekovic.

„Macht in den Schulen Werbung für die Kinder- und Jugendfeuerwehren“, rief stellvertretender Gemeindebrandinspektor Uwe Becker auf – jeder und jede werde gebraucht. Erster Beigeordneter Eckhard Köster versprach den künftigen Brandschützern, dass die Gemeinde sie unterstützen wird.

Termine: 22. März Kreisjugendfeuerwehrtag in Wirmighausen, 18. April „20 000 Bäume für 2020“ im Kreis, 6. Juni Gemeindepokal in Ottlar, 26. bis 28. Juni Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr in Odershausen.

Aus der Jugendfeuerwehr Wirmighausen in die Einsatzabteilung rücken Lea Engelhard und Konstantin Tonn auf. Auch die Jugendfeuerwehr Strombruch übergab zwei neue Einsatzkräfte: Dominik Drössler an Ottlar und Julian Biederbick an Giebringhausen. 

Aus der Kinder- und der Jugendfeuerwehr übernommen wurden Claas Löwenstein aus Adorf und Korbinian Biederbick aus Ottlar. 

Die Jugendfeuerwehren in Diemelsee gaben vier Brandschützer an die Einsatzabteilungen weiter - und ehrten verdiente Jugendwarte und Betreuer.

Derweil wurde auch das Engagement der Jugendwarte und Betreuer gewürdigt, die ohne Fahrten 610 Stunden investiert haben. Die Ehrenplakette der Kreisjugendfeuerwehr ging an Svenja Scheele (Adorf), Laura Gatz und Christoph Köchling (Flechtdorf), Markus Thiel (Rhenegge) sowie Steven Henning und Elisabeth Wistuba (Vasbeck).

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