Diemelseer Parlament bringt Bauleitplanung auf den Weg

Neuer Solarpark soll auf der Abfalldeponie bei Flechtdorf entstehen

 
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Auf der  stillgelegten Abfalldeponie bei Flechtdorf plant das  VEW p einen Solarpark. 

Bei Flechtdorf soll ein dritter Solarpark entstehen: Das Korbacher Verbands-Energie-Werk für Erneuerbare Energien will auf dem Gelände der kreiseigenen Abfalldeponie Kollektoren aufstellen, die Ökostrom für etwa 430 Haushalte produzieren könnten.

Die Diemelseer Gemeindevertreter unterstützen das Projekt: Einstimmig beschlossen sie die 21. Änderung des Flächennutzungsplanes. Bereits im August 2010 habe das Parlament dazu den Aufstellungsbeschluss gefasst, erinnerte Steffen Butterweck vom Büro Bioline. 

Außerdem habe es einen Bebauungsplan für ein „Sondergebiet Fotovoltaik“ aufgestellt. Damals wollte bereits ein Investor einen Solarpark bauen. Das Verfahren war 2013 fast abgeschlossen, nur noch die amtliche Bekanntmachung in der WLZ fehlte. Doch die unterblieb – „wegen Unstimmigkeiten mit dem Investor“, wie Butterweck bemerkte. Die Satzung trat nicht in Kraft.

VEW neuer Investor für den Solarpark

Jetzt tritt mit dem VEW ein neuer Investor auf. Prokurist Stefan Kieweg warb für das Projekt. Auf dem knapp 37 800 Quadratmeter großen Gelände solle in zwei bis drei Bauabschnitten eine Anlage mit einer Leistung von 1,5 bis zwei Megawatt entstehen. Auf der stillgelegten und rekultivierten Abfalldeponie ist eine extensive Beweidung mit Schafen vorgesehen. Dem stehe ein Solarpark nicht entgegen, erklärte Butterweck. Nach dem nordhessischen Regionalplan sei es eine Konversionsfläche, auf der auch ohne Bebauungsplan eine „Sonderfläche für erneuerbare Energien“ ausgewiesen werden könne. Dies sei ein „Beitrag zum kommunalen Klimaschutz“.

Solarpark für die Kreisspitze ein Gewinn

Die Planänderung sei relativ einfach möglich, zunächst müsse wieder die Öffentlichkeit beteiligt werden. Es habe bereits Gespräche im Regierungspräsidium gegeben, sagte Kieweg. Für die Kreisspitze sei das Projekt „ein Gewinn“. Im September seien Gespräche mit dem Büro Grötecke geplant, das für den Kreis die Rekultivierungsplanungen betreibe.

Der Solarpark auf der Abfalldeponie in Flechtdorf solle in jedem Fall im Eigentum der VEW bleiben, erläuterte Stefan Kieweg auf eine Nachfrage von Bürgermeister Volker Becker. Sollte eine eigene Betreibergesellschaft gegründet werden, sei aber dann auch eine Bürgerbeteiligung möglich.  Von Karl Schilling

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