Übergabe beim Wirmighäuser Schützenfest

Klaus-Heinrich von Hagen erhält den  Ehrenbrief des Landes Hessen

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Nach der Verleihung des Ehrenbriefs: die scheidende Schützenkönigin Christine Kalhöfer-Köchling, Bürgermeister Volker Becker, Klaus-Heinrich von Hagen und Reinhold Kalhöfer-Köchling.

Diemelsee-Wirmighausen. Mit dem Ehrenbrief des Landes Hessens zeichnete Bürgermeister Volker Becker am Samstag Klaus-Heinrich von Hagen aus – bereits seit 30 Jahren ist er Vorsitzender des mehr als 330 Jahre alten Schützenvereins.

Daher hatte Becker als festlichen Rahmen den Kommersabend des Schützenfestes ausgewählt. In der Wirmetalhalle brandete Applaus auf, die Schützenschar feierten ihren allseits hoch geschätzten „Chef“. Für ihn kam die Auszeichnung völlig überraschend. 

Viele im Verein übernähmen Verantwortung – aber einer mehr als alle anderen, sagte der scheidende Schützenkönig Reinhold Kalhöfer-Köchling: sein Freund seit Kindertagen Klaus-Heinrich von Hagen. „Die Führung des Vereins macht ihm Freude“, bei allen Anlässen sei er zu 100 Prozent vorbereitet, „das machst du hervorragend“, lobte Kalhöfer-Köchling. Doch bei der nächsten Generalversammlung wolle er sein Amt in jüngere Hände legen. „Wir bedauern das sehr.“ 

Mit dem Ehrenbrief würdige das Land jahrzehntelange ehrenamtliche Verdienste, erklärte Becker. Das Minimum liege bei zwölf Jahren – darüber könne von Hagen nur „milde lächeln“. 

Ehrenamtlich Tätige wie von Hagen empfänden ihr Engagement oft als selbstverständlich, sie packten an, sagte Becker. „Wir alle profitieren von den Ideen und Anregungen, den Kompetenten und Erfahrungen.“ 

Feuerwehrmann, Ortsbeirat, Schütze

Von Hagen sei von 1972 bis 1974 Vorstandsmitglied der Wirmighäuser Jugendfeuerwehr gewesen, seit 1974 sei er in der Einsatzabteilung aktiv. Von 1981 bis 1984 war er im Ortsbeirat stellvertretender Schriftführer, von 1983 bis 1988 Schriftführer. Seit 1983 gehört er dem Vorstand des Schützenvereins an, 1988 wurde er Vorsitzender. 

„Die Belange des Schützenwesens lagen Ihnen immer am Herzen“, sagte Becker. Wegbegleiter beschrieben ihn als Persönlichkeit, die zu überzeugen wisse, hartnäckig und durchsetzungsfähig sei – aber auch teamfähig. Von Hagen habe ein „beeindruckendes, vielfältiges und beispielgebendes Engagement“ gezeigt. 

Der Ehrenbrief sei eine traditionsreiche Form der Anerkennung, ein Dank für die Verdienste um die Gemeinde und ihre Einwohner. Er solle aber auch Ansporn seien. 

Die Volkmarser Musiker stimmten „Hoch soll er leben“ an, die ganze Halle sang mit, dann gab es langen Applaus und zahlreiche Gratulationen.

Gelungene Überraschung

 „Die Überraschung ist gelungen“, merkte von Hagen an. Er sei froh und glücklich, dass es ihm möglich gewesen sei, trotz seiner beruflichen Pflichten in Wirmighausen wohnen bleiben zu können. Er sei allen beruflichen Anforderungen gerecht geworden. „Das war die Grundlage, um ehrenamtlich tätig zu sein.“ 

Er sei ein begeisterter Feuerwehrmann gewesen, betonte er. Im Vorstand der Schützen sei er einst der Jüngste gewesen, nun sei er einer der Ältesten – es werde Zeit, das Amt an Jüngere abzugeben.

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