Letztes Projekt der Schulsanierung abgeschlossen

Kreis übergibt neu gestaltetes Außengelände der Adorfer Mittelpunktschule

Bei der offiziellen Übergabe des neu gestalteten Außengeländes der Adorfer Mittelpunktschule: Kinder nehmen Platz auf den Steinen des „grüne Klassenzimmers“. Hinter ihnen stehen von links: Konrektorin Christina Grebe, Konrektorin Kathrin Hollstein-Hamel, Rektorin Eva Trilling,  Volker Keindl vom Fachdienst Gebäudewirtschaft der Kreisverwaltung, die Leiterin des Fachdienstes Gebäudewirtschaft, Claudia Frede, und  der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese. Hinter ihnen erhebt sich die Pausenhalle, die auch für besondere schulische Ereignisse genutzt wird
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Bei der Übergabe des neu gestalteten Außengeländes der Adorfer Mittelpunktschule: Kinder nehmen Platz auf den Steinen des „grüne Klassenzimmers“. Hinter ihnen erhebt sich die Pausenhalle, die auch für besondere Ereignisse genutzt wird

Vertreter des Kreises übergaben offiziell das neu gestaltete Außengelände an die Schüler und Lehrer der Adorfer Mittelpunktschule. Mit dem Projekt endet die umfassende Sanierung.

Diemelsee-Adorf – Kaum hat es zur Pause geläutet, da füllen sich die neuen Grünflächen am kleinen Hof der Adorfer Mittelpunktschule mit Kindern. Sie hangeln an den Klettergerüsten, balancieren über Holzstämme, laufen über die mit Gras bewachsenen Hügel oder klettern über die Steine des „grünen Klassenzimmers“. Andere holen Roller aus einem Schuppen und fahren über den neuen Asphalt.

„Bewegungsfreundlicher Schulhof“

„Bewegungsfreundlicher Schulhof“? In Adorf geht das neue Konzept voll auf. Davon überzeugten sich der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese, die Leiterin des Fachdienstes Gebäudewirtschaft, Claudia Frede, und Volker Keindl, der im Fachdienst für die Planung und die Projektsteuerung im Hochbau zuständig ist – am Donnerstag übergaben sie das neu gestaltete Außengelände offiziell an die Schule.

Die Mittelpunktschule sei eine der ersten im Kreis, an der das Konzept zur Förderung der Bewegung umgesetzt worden sei, sagte Frese. Platz sei ja vorhanden durch den Abriss des Grundschulbaus. „Die Neugestaltung gefällt mir gut, es ist schön geworden – und es wird offenbar sehr gut angenommen.“

Vielen neue Möglichkeiten

Auch Rektorin Eva Trilling ist froh über die vielen neuen Möglichkeiten, die sich durch den zunöächst skeptisch gesehenen Abriss des Grundschulgebäudes ergeben hätten: „Die Schule hat gewonnen, die Neugestaltung ist sehr gelungen.“ Das Gelände „lädt zum Verweilen ein“. Damit sei die Schule gut aufgestellt.

Sie verwies auf den steigenden Bedarf an Ganztagsbetreuung – auch Adorf nimmt teil am „Pakt für den Nachmittag“ der Landesregierung. Da kommen die neuen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten gerade recht.

Außerdem steht das „grüne Klassenzimmer“ für Unterricht im Freien zur Verfügung. Und die neue, 92 Quadratmeter große und 3,50 Meter hohe Pausenhalle hat der Schulgemeinde schon gute Dienste erwiesen.

Viel Grün für die Naturparkschule

Gelungen sei auch, wie der „naturnahe Aspekt“ verwirklicht worden sei, sagte die Rektorin – schließlich haben die Adorfer 2015 das Prädikat Naturparkschule erhalten.

Vor dem Lehrerzimmer hat eine Projektgruppe einen Schulgarten angelegt, den sie nachmittags pflegt. „Die Schüler würden gern noch weitere Flächen übernehmen“, berichtet Trilling

Auch der neue Pfad durchs „Wäldchen“ werde gut angenommen. Das Holzdeck um den Baum auf dem großen Schulhof sei ein beliebter Treffpunkt geworden, „die kleineren Schüler laufen im Kreis um ihn.“ Ironisch merkt sie an: „Wir müssen sehen, dass die Schüler nach der Pause wieder in den Unterricht zurückkehren.“

Umfassende Sanierung abgeschlossen

Mit der Fertigstellung des Außengeländes endet die umfassende Sanierung der 1964 erbauten Adorfer Mittelpunktschule – von 2009 bis 2021 hat der Kreis rund 6,5 Millionen Euro investiert. Trilling erinnerte an die Bauabschnitte:

  • 2009 wurde der Trakt mit den naturwissenschaftlichen Fachräumen erneuert,
  • 2011 wurde die auch von Vereinen genutzte Sporthalle saniert,
  • 2012 wurden die Aula grundlegend saniert und eine Mensa eingerichtet,
  • 2013 bis 2015 wurde das Hauptgebäude mit den Klassenräumen in drei Abschnitten saniert,
  • 2016 wurden die Verwaltung erneuert und ein neues Lehrerzimmer angebaut,
  • 2020/21 wurde nach dem Abriss des Grundschulbaus der Schulhof neu gestaltet, außerdem wurde der Chemieraum saniert.
Nur noch Geschichte: Der 1964 errichtete Grundschulbau wurde im Juli 2020 abgerissen, um Platz für das neue Außengelände der Adorfer Mittelpunktschule zu schaffen.

Planungen abgestimmt

Die Planungen waren abgestimmt mit dem Fachdienst Sport und der Schule. „Der Kreis ist auf unsere Wünsche eingegangen“, betonte Trilling. „Das hat gut geklappt, alle haben an einem Strang gezogen“, stellte auch Frese fest und lobte Keindl. Auch Hausmeister Torsten Emde war in die Planung mit einbezogen – schließlich muss er das Gelände pflegen.

Kosten rund 500 000 Euro

Die Neugestaltung des Außengeländes hat den Kreis rund 500 000 Euro gekostet, darunter waren rund 120 000 Euro für den Abriss des Grundschulbaus. Ein paar Kleinigkeiten wie Blumenkübel oder Sitzgelegenheiten fehlten noch, berichtet Volker Keindl – Firmen haben Lieferschwierigkeiten. Aber bis Ende Oktober solle alles aufgebaut sei.

Eigentlich hatte der Förderverein während des Schuljubiläums 2014 bei einem Sponsorenlauf Geld für die Hofgestaltung gesammelt – damit sollen nun noch kleinere Wünsche der Schüler erfüllt werden. Der Elternbeirat spendete fürs Außengelände einen Kastanienbaum als künftigen Schattenspender.

Baulärm ist Geschichte

Die Bauzeit mit Lärm und Staub während des laufenden Unterrichts sei für Schüler und Lehrer schon belastend gewesen, sagte Trilling, aber die Abstimmung mit dem Kreis sei gut gewesen, die lautesten Arbeiten seien in den Ferien gelaufen.

Aber die Sanierung sei ja nun abgeschlossen: „Wir freuen uns auf die nächsten Jahre ohne Baulärm.“

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