Spielmanns- und Musikzug lud zum 30. Frühjahrskonzert ein

Adorfer Musiker lassen es richtig krachen

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Vom Militärmarsch bis Robbie Williams: zum 30. Frühjahrskonzert präsentierte der Spielmanns- und Musikzug der Feuerwehr Adorf ein schwungvolles „Best of“-Programm aus den vergangenen Jahrzehnten.

Diemelsee-Adorf – Das 30. Frühjahrskonzert war für den Spielmanns- und Musikzug der Adorfer Feuerwehr ein guter Grund, es musikalisch wieder ordentlich krachen zu lassen. Grund genug für zahlreiche Musikfreunde,  am Samstagabend in die Dansenberghalle zu kommen.

Wer erschienen war, um zünftige Märsche und Polkas zu hören, musste sich allerdings fast bis zum Ende gedulden. Im Mittelpunkt des Programms „Best of 30 Years“ standen Bläser-Adaptionen bekannter Melodien aus Pop, Swing und Filmmusik. Auch wenn nicht sämtliche 250 Stücke dabei sein konnten, die das jung gebliebene Ensemble in den vergangenen 29 Jahren auf die Bühne gebracht hat.

Erstaunlich, wie viele Hände auf die Frage von Dirigent Stefan Klemme, wer denn bei allen 30 Konzerten dagewesen sei, in die Höhe gingen. Selbst fünf der Musiker meldeten sich. Kein Wunder, dass im Laufe des Abends sechs von ihnen für stolze 40 Jahre Zugehörigkeit geehrt wurden.

Zunächst stand aber jede Menge Musik auf dem Programm, und die fing ungewöhnlich mit dem „A-Team“-Thema an. Zum 30. Konzert sollte es eben mal kein Marsch sein, erfuhren die Zuhörer. Zwischen Posaunen und Trompeten, Querflöten und Tuben, Oboen und sogar zwei irischen Tin Whistles in Sweeneys „Irish Rising“ sorgten immer wieder die „Schlagwerker“ für zusätzlichen Wirbel. Sie mischten den „Tarzan-Soundtrack“ mit wilden Dschungeltrommeln auf und droschen als „Adorfer Knüppelmusik“ akrobatisch auf Hocker und Metallgestelle ein.

Opulent und dramatisch präsentierte sich der Musikzug in „Moment for Morricone“, locker und mitreißend im Westernhagen-Medley, das von den Besuchern mit besonderer Begeisterung quittiert wurde. Schräg, witzig und überragend gespielt kam auch Walters´ „Instant Concert“ mit 22 ineinander fließenden Klassikern beim Publikum an.

Zurück zu den Anfängen mit Märschen und Polkas ging es dann zum Ausklang, wo mit Schrammels „Wien bleibt Wien“ noch eine gelungene Premiere anstand. „Jetzt haben wir neben dem musizieren noch die zweite große Herausforderung, so richtig zu feiern“, kündigte der Dirigent an und dankte dem nach einer Zugabe verlangenden Publikum für eine tolle Konzertatmosphäre. (sim)

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