45-jähriger Mann wurde am Dienstag an seinem Wohnort gefasst

Nach Bankraub von Adorf: SEK nimmt mutmaßlichen Täter fest

+
Banküberfall am 2. Januar in Adorf: Die Tat soll der Mann verübt haben, der jetzt in Birkelbach nahe der Landesgrenze zu Hessen gefasst wurde. 

Erndtebrück/Adorf. Ein 45 Jahre alter Mann ist am Dienstag im Erndtebrücker Ortsteil Birkelbach (Landkreis Siegen-Wittgenstein) festgenommen worden. Er steht im Verdacht, Anfang dieses Jahres den Banküberfall in Diemelsee-Adorf verübt zu haben.

Bei dem Polizeieinsatz in dem nahe an der Landesgrenze Hessen gelegenen Birkelbach waren auch Spezialeinheiten des Polizeipräsidiums Nordhessen eingesetzt, da der Täter bei dem Raubüberfall eine Pistole mitgeführt hatte.

Tatverdacht hat sich erhärtet 

Im Zuge der Ermittlungen der Kriminalpolizei Korbach im Zusammenhang mit dem Raubüberfall hatte sich der dringende Tatverdacht gegen den 45-Jährigen erhärtet. 

In enger Abstimmung zwischen den hessischen und nordrheinwestfälischen Polizeibehörden kam es dann am Dienstag zur Festnahme am Wohnort des Mannes. Die weiteren Ermittlungen dauern an, der Tatverdächtige wird am heutigen Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt.

Ermittlungserfolg für die Korbacher Polizei

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Nordhessen sprach in diesem Zusammenhang von einem "tollen Ermittlungserfolg" für die Korbacher Beamten. 

Mit Pistole Bargeld gefordert 

Zu dem Raubüberfall in Adorf war es am 2. Januar dieses Jahres gekommen. Um 11.52 Uhr betrat ein mit Schal vermummter Mann die Filiale der Waldecker Bank in der Bredelarer Straße und forderte mit vorgehaltener Pistole die Herausgabe von Bargeld. Der Filialleiter packte alles in den beigefarbenen Jutesack, den der Räuber ihm reichte. Nach Erhalt des Geldes flüchtete der Täter zunächst zu Fuß in Richtung Ortsmitte. Dort könnte er ein Fahrzeug bestiegen haben. Der Bankräuber erbeutete einen Geldbetrag in vierstelliger Höhe.

Neben den Angestellten der Bank hielten sich zur Tatzeit auch Kunden in Schalternähe auf; verletzt wurde bei dem Überfall niemand.

Polizeihubschrauber in der Luft

Nach Auslösen des Alarms rückten starke Polizeikräfte aus Richtung Korbach, Kassel, Wolfhagen und Arolsen sowie aus dem benachbarten Nordrhein-Westfalen an, um den Bankräuber ausfindig zu machen. Im Nahbereich wurde nach möglichen Verstecken, so auch im Gebiet um die Kläranlage gesucht. Experten der Kriminalpolizei riegelten den Tatort ab und sicherten Spuren.

Dutzende Beamte in Zivil und in Uniform befragten Passanten und kontrollierten Autofahrer auf den Ausfallstraßen. Ein Polizeihubschrauber hielt aus der Luft Ausschau nach verdächtigen Bewegungen. Bis zum Abend verlief die Suche nach dem flüchtigen Bankräuber trotz Großfahndung jedoch ohne Ergebnis.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare