Arbeiten beginnen nach der Badesaison 2020

Naturpark baut neues Strandbad am Diemelsee

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Ein Holzgebäude mit begrüntem Flachdach und Terrasse: So soll das neue Standbad bei Helminghausen aussehen, das der Zweckverband des Naturparks im nächsten Jahr am Ufer des Diemelsees bauen will.

Der Diemelsee wird um eine weitere Attraktion reicher: Der Naturpark will im Herbst 2020 das Strandbad bei Helminghausen neu bauen.

In der Versammlung des Zweckverbandes stellte Geschäftsführer Dieter Pollack die Planungen vor. Das alte Strandbad aus den 1970er Jahren sei „abgängig“, es „passt nicht mehr“, berichtete er. Es sei nicht barrierefrei erreichbar, außerdem seien die Decken ziemlich niedrig. 

Schon seit Monaten gibt es wie berichtet Planungen für einen Neubau, Architekt Dominik Stremme hat ein Raumprogramm und Entwürfe vorgelegt – erste „Visualisierungen“ zeigte Pollack bei der Sitzung im Willinger Besucherzentrum. 

Holzhaus mit begrüntem Flachdach

Das neue Gebäude aus Holz werde nicht größer als das alte, sei aber besser zugeschnitten, sagte Pollack. Der Kiosk liege künftig im Norden, Besucher kommen damit vom Parkplatz direkt auf ihn zu. Außerdem werden Umkleidekabinen untergebracht, ein Lager und barrierefreie Toiletten samt Wickeltisch für Säuglinge. 

Das Flachdach werde begrünt. „Das wertet das Strandbad deutlich auf.“ Zur Seeseite hin wird eine neue Terrasse gebaut, die teilweise überdacht ist und ins Ufer hineinragt. Besucher könnten dort draußen sitzen. „Das wird schön“, sagte er. 

Damit das neue Gebäude barrierefrei wird, war zunächst eine Rampe geplant. Die wäre jedoch 60 Meter lang geworden – nicht schön und zu teuer. Inzwischen hat sich der Zweckverband für einen Lifter entschieden, um die drei Meter Höhenunterschied zu überwinden. 

Gesamtkosten: rund 366 000 Euro

Auch die Finanzierung steht inzwischen. An Gesamtkosten sind 366 000 Euro kalkuliert. An Zuschüssen rechnet der Zweckverband mit 270 000 Euro: 198 000 Euro kommen aus der von Bund und Land getragenen „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“, kurz GAK. Der Kreis Waldeck-Frankenberg steuert 71 000 Euro bei, der Naturpark bringt 4000 Euro an Eigenmitteln auf und nimmt einen Kredit über 82 000 Euro auf, Laufzeit: zehn Jahre. 

Der Förderantrag wurde im November gestellt, der Bauantrag soll noch im Dezember eingereicht werden. Gebaut werden soll im Herbst nächsten Jahren gleich nach dem Ende der Freibadsaison, sagte Pollack.

 „Das neue Strandbad passt gut ins Naturpark-Ambiente“, kommentierte der Vorsitzende der Verbandsversammlung, Thomas Schröder. 

Mehr Kindern das Schwimmen beibringen

Es sei „etwas für die Zukunft“, sagte Werner Hampe. Er hoffe, dass das neue Strandbad dazu beitrage, dass mehr Kinder und Jugendliche in der Region wieder das Schwimmen lernten. Er monierte, dass schon 20 Prozent von ihnen nicht mehr schwimmen könnten. (-sg-)

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