Diemelseer Gemeindevertreter schaffen das Baurecht

„Ottonenhof“ in Ottlar plant Erweiterungsbau mit Appartements

Erweiterungspläne: Das Familienhotel „Ottonenhof“ in Ottlar will südlich der Upländer Straße einen Neubau mit Appartements errichten. Das Parlament stimmt zu. Foto: Hans Blossey
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Erweiterungspläne: Das Familienhotel „Ottonenhof“ in Ottlar will südlich der Upländer Straße einen Neubau mit Appartements errichten. Das Parlament stimmt zu.

Einen Neubau mit Appartements und einem kleinen Wellness-Schwimmbad plant das Familienhotel „Ottonenhof“ in Ottlar. Die Gemeindevertreter begrüßten die Investition bei ihrer Sitzung am Freitag – einstimmig beschlossen sie, das Baurecht zu schaffen.

Erweiterungspläne gebe es schon seit Jahren, erklärte Bürgermeister Volker Becker. Der Sohn von Inhaber Christian Rummel wolle den seit mehr als 125 Jahren bestehenden Betrieb fortführen, die Familie wollte ihn auf die Zukunft ausrichten und deshalb weiter investieren. 

Weitere Arbeitsplätze

Derzeit habe das Familienhotel 27 Appartements mit rund 100 Betten, informierte Becker. Es zähle rund 20 000 Übernachtungen im Jahr. In Ferienzeiten sei es zu 98 Prozent ausgelastet, damit stoße es an seine Kapazitätsgrenzen. 

Mit der Erweiterung und ebenfalls geplanten Modernisierungen könnten es rund 38.000 Übernachtungen werden. Außerdem würden in Ottlar neue Arbeitsplätze geschaffen und die vorhandenen langfristig gesichert. „Ich bitte um Zustimmung.“

Eine Erweiterung am Stammhaus sei nicht zu verwirklichen, berichtete Steffen Butterweck vom Lichtenfelser Büro Bioline. Deshalb wollte die Familie auf der gegenüberliegenden Seite der Straße „Zum Upland“ neu bauen, dabei könnten  27 neue Appartements  entstehen. 

Brücke verbindet Gebäude

Doch gebe es ein „Konfliktpotential“ – gerade für Kinder: Gäste müssten die Straße überqueren, um zwischen Neubau und Stammhaus zu wechseln. Deshalb solle eine Brücke beide Gebäude verbinden. 

Im Stammhaus sollten zudem Zimmer „zurückgebaut“ werden. Dadurch entstehe Platz für eine Physiotherapie-Praxis.

Lob für Familie Rummel

„Die Familie hat den richtigen Schritt gemacht“, urteilte der FWG-Fraktionschef Horst Wilke. Er verwies auf die wachsende Bedeutung des Tourismus für Diemelsee. 

Die Investition in Corona-Zeiten sei mutig, sagte die CDU-Fraktionschefin Dr. Beate Schultze. Aber ihre Fraktion sei zuversichtlich, „dass es ein gutes Projekt wird“. Und sie sei froh, dass die neue Generation den Betrieb fortführen wolle. Neubau und Brücke stellten aber eine enorme Veränderung fürs Dorf dar. „Das muss schon gut geregelt sein.“ 

„Eingangstor für die Ferienregion Diemelsee“

Die „Personenbrücke“ lasse sich vorstellten wie die des DRK-Seniorenheims am Korbacher Südring, sagte Becker. Sie solle so gestaltet werden, dass sie wie ein „Eingangstor für die Ferienregion Diemelsee“ wirke und einen „positiven Effekt“ habe.

Die Brückenpläne sollten vor der Verwirklichung noch einmal dem Bauausschuss vorgelegt werden, beantragte dessen Sprecher Jörg Weidemann. Dem folgten die Gemeindevertreter, die zudem die Aufstellung des Bebauungsplanes „im beschleunigten Verfahren“ beschlossen. (-sg-)

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