WLZ-Serie „Waldeck entdecken“: Leser Manfred Müller stellt seinen „Geheimtipp“ vor

Auf dem „Panoramaweg Heringhausen" am Diemelsee „Natur pur erleben“

Blick vom St. Muffert auf den Diemelsee.
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Blick vom St. Muffert auf den Diemelsee: Der Panoramaweg Heringhausen bietet atemberaubende Aussichtspunkte und wunderschöne Landschaftspanoramen.

Herrliche Aussichten belohnen die Wanderer für ihre Anstrengung: Der rund zehn Kilometer lange Panoramaweg am Diemelsee ist der „Geheimtipp“ von Manfred Müller aus Heringhausen für unsere Leserinnen und Leser.

Atemberaubende Aussichtspunkte und wunderschöne Landschaftspanoramen machen die Tour zum Genusswandern: „Auf dem Panoramaweg kann man fernab der Hektik des Alltages herrlich entspannen und Natur pur erleben“, sagt Manfred Müller aus Heringhausen. Öfters ist er auf der Strecke mit seinen Nordic-Walking-Stöcken unterwegs, um sich in seinem Alter von 78 Jahren fit zu halten und die wunderschöne Landschaft sowie die Ruhe zu genießen.

Die Beschilderung mit dem Wanderzeichen „PW“ hat Müller vor zehn Jahren selbst durchgeführt. Im Jahr 2014 wurde der Panoramaweg mit den „Sauerland Wanderdörfer“ als erste „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ überhaupt ausgezeichnet.

Die Strecke führt überwiegend auf naturbelassenen und schmalen Wegen durch eine wechselnde Naturlandschaft von Wäldern, Bergen, Tälern und Wiesen.

Der Weg beginnt direkt am Parkplatz Florenbicke, 500 Meter nach dem Ortsausgang von Heringhausen Richtung Staumauer in Helminghausen. Zusammen mit dem Diemelsteig geht es durch den Wald teilweise steil bergauf zum „St. Muffert“. „Auf dem Weg dorthin entdeckt man noch historische Grenzsteine aus dem Jahre 1796, die die Grenze zwischen dem Fürstentum Waldeck und dem Herzogtum Westfalen (Kurköln) markierten. Heute verläuft hier die Landesgrenze zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen“, weiß Müller.

Vom 595 Meter hohen Eisenberg eröffnet sich die Vogelperspektive auf die Staumauer des Diemelsees.

An einer Wegkreuzung auf dem Berg biegt man rechts ab zum ersten Höhepunkt der Tour zum Aussichtspunkt „St. Muffert“ bis zum Gipfelkreuz. „Von hier kann man einen atemberaubenden Blick auf den Diemelsee und die umliegenden Berge und Wälder genießen“, sagt der Heringhäuser.

Danach verlässt man den Diemelsteig und geht zurück zur Wegkreuzung zum Panoramaweg. Von hier verläuft der Weg auf westfälischem Gebiet zum Gipfel des Eisenberg (595 Meter). „Etwa 50 Meter unterhalb des Gipfels befindet sich der nächste herrliche Aussichtspunkt auf die Staumauer und den Schiffsanleger des Ausflugschiffes ‘MS Muffert’“, erläuter Müller ortskundig.

Von hier führt der Weg weiter durch den Wald und man erreicht nach etwa einem Kilometer wieder den Diemelsteig. „Nachdem man den Wald verlassen hat und sich wieder auf hessischem Gebiet befindet, hat man oberhalb des Tales ein wunderschönes Landschaftspanorama vor sich liegen.“ In südlicher Richtung blicken die Wanderer auf den Dommel (738 Meter) bei Ottlar und bei guter Fernsicht auf den dahinterliegenden Ettelsberg (838 Meter) mit der Spitze des Hochheideturmes.

Bei gutem Wetter reicht die Sicht bis zum Dommel bei Ottlar und dem Ettelsberg bei Willingen.

An dem Abzweig nach Adorf verlässt man wieder den Diemelsteig und geht rund 200 Meter in Richtung Heringhausen bis zur Wegkreuzung nach Rhenegge. Nach weiteren 1,5 Kilometern erreicht man die Schutzhütte – mit Tisch und Bänken – oberhalb von Rhenegge. Müller: „Von hier hat man eine herrliche Aussicht auf Rhenegge und Adorf.“

WLZ-Serie Waldeck entdecken

Nachdem der Weg nach etwa zwei Kilometern den Wald verlässt, befindet man sich oberhalb von Heringhausen – „mit einer fantastischen Aussicht auf den Diemelsee“, sagt der Heringhäuser. Von hier geht es bergabwärts, immer den Diemelsee im Blick.

Und auch für den Abschluss der Wanderung hat Manfred Müller einen guten Tipp für unsere Leserinnen und Leser parat: „Bevor man nach einer erlebnisreichen Wanderung den Parkplatz erreicht, kann man in die direkt am Panoramaweg liegende ‘Diemelsteighütte’ einkehren oder sich beim Minigolf auf dem Adventure-Golfplatz vergnügen.“

Fakten und Zahlen zum Panoramaweg Heringhausen

Streckenlänge: 10,3 Kilometer.

Dauer: Mindestens vier bis fünf Stunden. Empfehlenswert ist die Tour besonders bei guter Fernsicht, um die Aussichtspunkte so richtig genießen zu können.

Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer. Nur zu Beginn ist es bis zum Gipfel (595 Meter) des Eisenberg (rund 2,5 Kilometer) teilweise ein steiler Anstieg von 390 Meter über Normalnull auf 595 Meter.

Parkmöglichkeit: Parkplatz „Florenbicke“, kurz hinter dem Ortsausgang von Heringhausen in Richtung Diemelsee-Staumauer.

Einkehrmöglichkeit: Unterwegs besteht keine Einkehrmöglichkeit. An der Strecke befinden sich zwei Schutzhütten mit Sitzmöglichkeit sowie ausreichend Ruhebänke für eine Rast.

Besondere Merkmale: Zertifizierter Qualitätswanderweg „Wanderbares Deutschland“. Der Panoramaweg bietet viele Attraktionen. Atemberaubende Aussichtspunkte und wunderschöne Landschaftspanoramen machen die Wanderung zum Genuss.

Weitere Informationen: Die Tour mit der Streckenführung, Aussichtspunkten und Höhenprofil kann man über die Homepage Diemelsee Panoramaweg auf sein Smartphone herunterladen. Vom 1. April bis 31. Oktober ist der Diemelsee täglich im Stundentakt direkt mit der Buslinie 560 zu erreichen. Von der Haltestelle Heringhausen-Mitte sind es in Richtung Staumauer bis zum Startpunkt des Panoramaweges rund sechs Minuten Fußweg

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