Festakt im umgebauten und erweiterten Haus des Gastes in Heringhausen zur offiziellen Eröffnung

„Perle am Diemelsee geschaffen“

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Offizielle Schlüsselübergabe: die Leiterin der Tourist-Information, Maike Breuker, der Erste Beigeordnete Eckhard Köster und die beiden Architekten Jürgen Kepplin und Isolde Grosche.Fotos: -sg-

Diemelsee-Heringhausen - Viel Lob für die neue Tourist-Information und das „visionarium“ gab es am Donnerstag bei der Eröffnungsfeier fürs umgebaute Haus des Gastes.

Die Natur steht in dem sanierten und erweiterten Haus im Vordergrund: in der Naturerlebnisausstellung „visionarium“ und in der Tourist-Information, in der helles Holz dominiert. Und so übergaben die beiden Korbacher Architekten Isolde Grosche und Jürgen Kepplin an den Ersten Beigeordneten Eckhard Köster auch einen symbolischen Schlüssel aus hellem Holz. Köster reichte den Schlüssel weiter an die Leiterin der Tourist-Information, Maike Breuker.

Vertreter der Baufirmen, die an der Ausstellung Beteiligten, Kommunalpolitiker und Touristiker waren am Abend zu dem Eröffnungsfest in die neue „Lounge“ eingeladen.

„Bereicherung des Angebots“

Das Haus sei „eine Bereicherung des touristischen Angebots“, sagte Köster. Mit der Ausstellung „haben wir eine Perle am Diemelsee geschaffen“. Gäste könnten im „visionarium“ die Vielfalt des Sees gewissermaßen „unter einem Dach erleben“. Sie hätten an sieben Tagen die Woche und gerade bei schlechtem Wetter die Möglichkeit, sich über die Natur zu informieren.

Beim Bau habe es Verzögerungen gegeben. So seien parlamentarische Hürden zu meistern gewesen und die Statik im bestehenden Haus sei anders vorgefunden worden als in Plänen ausgewiesen. Er hoffe, dass die Investition den Tourismus belebe, „wir haben sie gebraucht, es war der richtige Schritt“.

„Schön habt ihr das gemacht“, urteilte der Vorsitzende des Zweckverbandes für den Naturpark Diemelsee, Thomas Trachte, der auch als Bürgermeister der Willinger Nachbarn gratulierte. Die fünf Mitgliedskommunen des Naturparks machten sich ständig Gedanken, wie sie die Rahmenbedingungen für ihre touristischen Betriebe verbessern können, damit sie mithalten können auf einem globalisierten Markt, sagte Trachte. Ein Schwerpunkt sei die Weiterentwicklung der touristischen Infrastruktur, da gebe es viele Gestaltungsmöglichkeiten.

Die Servicequalität zu verbessern, sei der Schlüssel, mit dem die Kommunen viel bewegen könnten. Sie müssten ihren Gästen ein „Wertigkeitsgefühl geben“, ihnen die Gewissheit geben: „Hier bist du willkommen.“ Die Voraussetzungen dazu seien mit der neuen Tourist-Information gegeben - und es gebe die Mitarbeiter, die sie mit Herz und Sachverstand füllten. Die gesamte Region habe mit der Investition gewonnen. Auch das „visionarium“ bereichere das Angebot, sagte Trachte. Da habe Diemelsee „mit Mut und Weitsichtigkeit“ gehandelt. „Ich wünsche euch Erfolg - den ihr haben werdet.“

Zum 50-jährigen Bestehen des Naturparks präsentiere sich der Gästeservice der Gemeinde in einem neuen Gewand, stellte die Kreisbeigeordnete und Diemelseer Parlamentschefin Hannelore Behle fest. Der Anbau sei modern und optisch ansprechend, auch die Sanierung des Hauses sei gelungen. Die neue Gestaltung sei in die Zukunft gerichtet, die offene Fassade des Eingangs lade zum Besuch ein.

„Wertvolle Schätze“ entdecken

Das „visionarium“ sei beeindruckend, die knapp 160­000 Euro seien gut angelegt. Besucher könnten entdecken, welche „wertvollen Schätze“ an Flora und Fauna der Naturpark zu bieten hat. „Die Menschen werden begeistert sein.“

Das umgebaute Haus des Gastes sei auch eine wichtige Bereicherung für das Tourismus-Konzept des Kreises, sagte Behle. Der sei mit seinen drei Seen und dem Nationalpark international bekannt. „Ich wünsche dem Tourismus in Diemelsee eine gute Fortentwicklung“ - und den Mitarbeitern im neuen Haus „viel Arbeit“.

Der Vorsitzende der Diemelseer Tourismusgemeinschaft, Norbert Lange, hob die vielen Angebote in der Gemeinde für Gäste hervor. Das Haus des Gastes biete „zwei neue Highlights“. Er dankte den vielen Beteiligten für ihre Ideen fürs „visionarium“. Die Tourist-Information sei „schön geworden“. Für die Region sei es wichtig, die Zusammenarbeit mit anderen Destinationen zu suchen - vom Sauerland bis zur nordhessischen GrimmHeimat. „Wir werden uns im Naturpark weiter als starker Partner einbringen.“

„Ich bin positiv beeindruckt vom Umbau des Hauses“, sagte Ortsvorsteher Stefan Pohlmann, das „visionarium“ sei „eine tolle Sache - guckt euch das an und werbt dafür“. Er lobte die Beteiligten von Bürgermeister Volker Becker bis zum Parlament: „Sie haben es richtig gemacht.“

Ihr Korbacher Kollege Dr. Marc Müllenhoff habe die Diemelseer wegen ihrer alten Räume im Untergeschoss scherzhaft als „Kellerasseln“ bezeichnet, erzählte Maike Breuker. Nun seien sie „ins Penthouse umgezogen“. Die lange Zeit des Arbeitens in einer Baustelle sei zu Ende. Sie lobte Handwerker, Planer, Gemeindeverwaltung und Bauhof „für den Bau und für die wunderbare Einrichtung“.

Mit dem „visionarium“ sei eine neue Attraktion geschaffen worden. Nicht ein „Museum mit ausgestopften Tieren“ habe es werden sollen, sondern etwas Interaktives, bei dem das Lernen und Erfahren nebenbei laufe. Viele hätten zugearbeitet.

„Nach etwas mehr als einem Jahr Bauzeit sind wir fast am Ziel“, sagte die Architektin Grosche. Endlich habe die Tourist-Information angemessene Räume. Zunächst habe sie nur 24 Quadratmeter Platz gehabt, vor drei Jahren sei sie als Zwischenlösung in den Keller gezogen, wo 54 Quadratmeter zur Verfügung standen. Im neuen Anbau seien es 120 Quadratmeter.

„Professionelle Arbeit“

Grosche zeichnete die Baugeschichte nach. Die Arbeit im laufenden Betrieb sei eine Herausforderung für alle gewesen, Breukers Team habe trotz Dreck und Lärm viel Verständnis gezeigt. Die Firmen hätten professionelle Arbeit abgeliefert, und die Gemeinde habe nun ein „zeitgemäßes Gebäude, das den Anforderungen entspricht“.

Am Abend wurde auch der zweite Klimaschutzpreis der Gemeinde an drei Einrichtungen vergeben - der Bericht folgt.

Von Dr. Karl Schilling

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