Schnittpunkte des Glaubens

Pfarrerin Anna Katharina Heyser bei Klangreise-Konzert in Amt eingeführt

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Barbara-Quartett: Daniela Weltecke, Beate Schultze, Christian Röhling und Jörg Schultze (von links) sangen beim Klangreise-Konzert in der Wirmighäuser Kirche. 

 Wirmighausen. „Lobe den Herrn meine Seele“ war das Motto der vorletzten Station der Klangreise durch die Kirchengemeinde Diemelsee in der Wirmighäuser Kirche.

Psalm 103 bildete den roten Faden im Verlauf des Konzerts des Barbara-Quartetts, das mit der Amtseinführung von Pfarrerin Anna Katharina Heyser gekoppelt war. Sie setzte sich in ihrer Predigt mit den Gründen auseinander, warum das Lob Gottes unter den Ablenkungen und Plagen des Alltags immer wieder zu kurz komme. Die im Verlauf der Klangreise gebotene Musik sei ein Grund, für die Erfahrungen dieses Jahres dankbar zu sein.

Mit Lobliedern aus 500 Jahren bot das Barbara-Quartett ein umfassendes musikalisches Lob, in dessen vielfältigen Facetten sich immer wieder Schnittpunkte zwischen der musikalischen Religiosität unterschiedlicher Jahrhunderte ergaben.

Carl Martin Reinthalers romantischer Satz von Joachim Neanders barocker Vertonung von „Lobe den Herrn meine Seele“ erwies sich als programmatischer Glücksfall dieser musikalisch spirituellen doppelten Optik. Norbert Kissels Vertonung von Psalm 103, zugleich die jüngste Komposition im Programm (1991), geriet zum großen gemeinsamen Gesangserlebnis zwischen Daniela Weltecke, Beate Schultze, Christian Röhling und Jörg Schultze.

Erster Höhepunkt des musikalischen Teils war „Hinunter ist der Sonne Schein“, Renaissance-Klänge par Excellence. Carl Friedrich Zelters Vertonung von „Bekennen will ich“, markierte die musikalische Zeitenwende vom Kontrapunkt zur Klassik und atmete die nach innen gekehrte Frömmigkeit der pietistischen Erweckungsbewegung, John Rutters Segenslied „Gott segne und behüte dich“ kennzeichnete dagegen eine Zuversicht im Glauben, der sämtliche Anfechtungen nichts anhaben konnten. (ahi)

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