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Rudi Jäger ist neuer Schützenkönig in Adorf

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Das neue Königspaar winkt den Adorfern zu: Rudi Jäger mit Ehefrau Anja an seiner Seite in der prachtvoll geschmückten Königskutsche.
Das neue Königspaar winkt den Adorfern zu: Rudi Jäger mit Ehefrau Anja an seiner Seite in der prachtvoll geschmückten Königskutsche. © Hans Peter Osterhold

Ein spannendes Königsschießen mit mehr als 100 Schützen hat der Adorfer Schützengesellschaft am Montagvormittag einen neuen Schützenkönig gebracht, der fünf Jahre im Amt sein wird: Rüdiger (Rudi) Jäger und Ehefrau Anja heißen die neuen Regenten.

Diemelsee-Adorf – Am Ende des Königsschießens wurde der neue König auf den Schultern seiner Schützenkameraden den Adorfern und ihren Gästen präsentiert. 117 Teilnehmer hatte die erste Runde des Schießens, das um 8.30 Uhr im Schützenhaus an den Start ging. Es durfte jeweils nur einmal geschossen werden. 25 davon kamen ins erste Stechen, alle, die neun oder zehn Ringe erzielt hatten.

Viele Fans hatten sich mittlerweile rund um das Schützenhaus versammelt und verfolgten gespannt die Lautsprecherdurchsagen. Im zweiten Stechen waren es nur noch elf Teilnehmer, ins Finale schossen sich nur die, die zehn Ringe erzielt hatten. Das waren dann noch fünf Personen. Zwei erreichten an die zehn Ringe nicht und Rüdiger Jäger blieb übrig mit seinen zehn Ringen und war damit Schützenkönig.

Ein Tusch zu Ehren des neuen Königs folgte, der dann traditionell auf den Schultern von zwei Schützenbrüdern ins Freie getragen wurde. Jubelgesänge folgten spontan. Dann wechselte die Schützenkette von Norbert Brüne-Bornemann zu Rudi Jäger. Ein großes Lob und Dankeschön ging an den ehemaligen Regenten. Vorsitzender Markus Bornemann wünschte dem neuen König „ein glückliches Händchen wie seinem Vorgänger“. Dann folgten Grußworte und Glückwünsche der Gastvereine und von Bürgermeister Volker Becker.

Kurze Zeit später brachte die Schützenformation mit Musikverein den neuen König nach Hause. Um 15.30 ging es schon weiter mit dem großen Festzug durch den Ort, diesmal zu Ehren des neuen Königspaars, das jetzt in der mit vielen Blumen geschmückten Königskutsche Platz genommen hatte.

Der Zug war ähnlich prächtig wie der am Sonntag, mit einigen Hundert Teilnehmern, vielen historischen Kostümen aus fünf Jahrhunderten und Gästen aus den Nachbargemeinden. Königsparade auf dem Dansenberg, Konzert und Tanz schlossen an den Festzug an.

Abends waren prächtige Kleider bei der Polonaise zu sehen. Mit der Gerichtsverhandlung ging es anschließend weiter. Bei der humorvollen Nachlese mit „Verdonnerung“ lässst das „Hohe Gericht“ keine Gnade walten und bestraft große und kleine Vergehen mit einer in Litern zu begleichenden Strafe. Heute lassen die Adorfer ihr historisches Freischießen in geselliger Runde ausklingen. (Hans Peter Osterhold)

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