Kommers in der Dansenberghalle

Schmissiger Auftakt zum Jubiläum: Adorfer feiern 900. Geburtstag ihres Ortes

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Festlich begehen die Adorfer den Auftakt des Jubiläumsjahrs: Zu Beginn marschieren die Vereine mit ihren Fahnen ein. 

Mit einem Festkommers haben die Adorfer am Samstag die Feierlichkeiten zum 900. Geburtstag eröffnet. Das „Who-is-Who“ aus dem Waldecker Land stellte sich zum Gratulieren ein.

Diemelsee-Adorf – „Wir wohnen doch schön!“, hörte man Zuschauer feststellen, angesichts der Panorama-Ansichten der Adorfer Filmemacherin Johanna Schlenke, die zwischendurch auf der Großleinwand zu sehen waren. Das Adorf liebenswert ist, ließ sich auch an der guten Zusammenarbeit der regen Vereine ablesen, die ab Samstagnachmittag und bis tief in die Nacht zu Sonntag zu der unterhaltsamen Eröffnungsveranstaltung der Jubiläumsfeierlichkeiten beitrugen.

Mike Fieseler und Christian Pohlmann stehen dem eigens gegründeten Verein „Adorf 1120“ vor, der federführend für die Jubiläumsveranstaltungen steht. Sie führten auch durch das Programm. Begrüßt wurden die 500 Gäste in der Dansenberghalle von schmissiger Marschmusik des Spielmanns- und Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr.

Sehr festlich wirkte der Einmarsch der Vereine mit den Fahnen der Landfrauen, des Knappenvereins, der historischen Schützengesellschaft, der Burschen, der Freiwilligen Feuerwehr, des Turnvereins VfL und des Männergesangvereins.

Die Tanzgruppe der Landfrauen zeigte unter der Leitung von Sonja Bienert einen mitreißenden „Kaiserlandler“ und die Landjugend tanzte zum „Nagelschmied“ auf. Später formierten die Frauen gemeinsam mit der Landjugend einen Tanz zu „Marching to Pretoria“. Der Knappenchor glänzte unter Astrid Behles Anleitung mit Bergmannsliedern, wie „Wenn schwarze Kittel scharenweis“ und Sergej Fomin leitete den MGV „Liedertafel“ durch Heimatlieder, die ebenfalls mit anhaltendem Applaus belohnt wurden.

Als Ausrufer mit Glocke und im Waldecker Hemd machte Ortsvorsteher Bernd Becker auf die anstehenden Glückwunsch-Reden aufmerksam. Bürgermeister Volker Becker stand erstmals am neuen Rednerpult, welches die Gemeinde gern anlässlich des Jubiläums gespendet habe. Er stellte fest, dass der neu gegründete Verein „Adorf 1120“ sich allerhand vorgenommen habe, was zeige, wie lebendig und lebenswert der Ort heute sei.

Landrat Dr. Reinhard Kubat freute sich über die Adorfer Gemeinschaft, die füreinander einstehe und wünschte „Glück auf und Gott segne diesen wunderbaren Ort“. Carl-Anton Prinz zu Waldeck und Pyrmont fragte sich verschmitzt, warum seine Ahnen eigentlich ausgerechnet in Adorf kein Schloss gebaut hätten.

Das noch ein Geschenk folgen werde, weil der Besuch kurzfristig entschieden wurde, kündigte SPD-Bundestagsabgeordnete Ester Dilcher an. CDU-Landtagsabgeordneter Armin Schwarz hingegen konnte gleich ein „Waldecker Flachgeschenk“ vorweisen und zeigte sich stolz auf die Urgroßmutter, die im schönen Adorf geboren wurde.

Stellvertretend für alle Adorfer Vereine gratulierten Claudia Beckmann und Dieter Stöcker, die keine lange Rede halten wollten und sich auf einen schönen weiteren Festverlauf freuten. Nach dem offiziellen Teil spielte die Festmusik Lichtenau“ zum Tanz auf und im Nebenraum bot der Vasbecker Schwimmbadförderverein Snacks an. 

Fotos: 900 Jahre Adorf - Festkommers

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