Christian Heinemann ist langjähriger Abonnent

Schon die Großeltern haben die WLZ gelesen

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Treuer Abonnent: Christian Heinemann vom Zollhaus bei Wirmighausen liest die WLZ seit seiner Kindheit. 

"Die WLZ möchte ich nicht missen“, sagt Christian Heinemann vom Zollhaus bei Wirmighausen. Im Oktober wird er 77 Jahre alt, die Heimatzeitung hat ihn all die Jahre begleitet und informiert.

„Die WLZ war bei uns schon immer da“, sagt er. „Ich gehe davon aus, dass schon meine Großeltern sie hatten.“ Mindestens seit 80 Jahren komme sie ins Haus. Er weiß noch: „Meine Oma wartete morgens immer auf die Zeitung.“ 

Als Junge hat er mitbekommen, dass in den Nachkriegsjahren der „Waldecker Kurier“ erschien, eine Lizenzzeitung der amerikanischen Militärregierung. Alle Altverleger hatten Berufsverbot. Das fiel 1949/50, die Familie Bing brachte wieder die vertraute WLZ heraus. Auch bei „Müllenchrists“ kam sie wieder täglich ins Haus. 

1969 starb der Vater, 1970 auch die Mutter, „da ist die Zeitung auf mich übergegangen“, berichtet Sohn Christian. Er war Chef der Landjugend und 30 Jahre Vorsitzender des Gesangvereins, da wollte er wissen, was in der Region los war. 37 Jahre war er Landwirt. Nach einem Bandscheibenvorfall musste er 1981 umschulen, ein Jahr später fing er im Korbacher Büro der Landesbuchstelle Hessen an, die damals die Buchhaltung und die Steuerberatung für landwirtschaftliche Betriebe übernahm. Dort blieb er bis zum Ruhestand. „Jetzt kümmere ich mich um meine Bienen.“ 

Trägerin fürs Zollhaus

Weil die Höfe des Zollhauses etwas außerhalb des Dorfes liegen, kam die Zeitung per Post, „meistens war sie um neun oder halb zehn da.“ Doch dann lieferte die Post erst mittags aus. Dann erst die WLZ lesen? Das war zu spät für Angela Schweizer, die einen Neffen von Christian Heinemann geheiratet hat. Sie setzte sich mit Bings in Verbindung, seit 1988 trägt sie die Zeitung jeden Morgen aus.

 „Wenn die Haustüre offen ist, legt sie mir die Zeitung auf den Küchentisch“, berichtet Christian Heinemann. So kann er sein Morgenritual beginnen: den Kaffee aufsetzen, die Zeitung durchblättern – immer von hinten, wie er betont. Er überfliegt die Überschriften. „Nach dem Frühstück fange ich dann an zu lesen.“ Den Sportteil legt er meist beiseite. Aber was in Waldeck geschehen ist, will er wissen, ihn interessieren Politik, Wirtschaft, gerade landwirtschaftliche Themen. 

Auch neue Techniken nutzt Heinemann. Aktuelle Nachrichten sucht er auch im Internet. Bei einem Krankenhaus-Aufenthalt hat er die Vorzüge des „E-Papers“ schätzen gelernt, der elektronischen Ausgabe der WLZ. Im Urlaub nimmt er seit vier, fünf Jahren seinen Laptop mit, dort liest er online, was es in der Heimat Neues gibt. Die Printausgabe spendet in er dieser Zeit. 

Aber sonst liegt die gedruckte WLZ auf seinem Küchentisch. So wie schon bei seinen Großeltern.  (-sg-)

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