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Schülerkompanie der Adorfer Schützengesellschaft übt fürs Freischießen

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Nach der Probe ein Gruppenbild: die Schülerkompanie der Adorfer Schützengesellschaft vor dem Gutshaus der Burg.
Nach der Probe ein Gruppenbild: die Schülerkompanie der Adorfer Schützengesellschaft vor dem Gutshaus der Burg. © Karl Schilling

Die Vorbereitungen aufs große Freischießen vom 2. bis 4. Juli in Adorf laufen auf Hochtouren. Immer dienstags kommen die Kinder der Schülerkompanie zum Proben zusammen.

Diemelsee-Adorf – „Links um!“ Selbstbewusst gibt der neue Hauptmann der Schülerkompanie, Kalle Knop, das Kommando. Und die mehr als 40 Jungen und Mädchen im Hof der Adorfer Burg schwenken um – die Vorbereitungen aufs Freischießen laufen. Am vorigen Dienstag kamen die Kinder zum dritten Mal zum Proben zusammen.

Viele Eltern verfolgten mit aktiverten Handykameras, wie sich ihr Nachwuchs im Marschieren übte – auch jüngere Kinder waren mit angetreten. Wie viele Generationen vor ihnen wachsen sie förmlich in die lange Adorfer Schützentradition hinein.

Die Aufsicht führten Oberst Wilhelm Pohlmann, Hausname Pöhlsche, und Norbert Brüne-Borneman – der bis Juli noch amtierende Schützenkönig war von 2002 bis 2017 Hauptmann der Männerkompanie. Die beiden gaben Kalle Knop Tipps und richteten die Formation immer wieder aus. Zum Abschluss gab es ein Gruppenfoto auf der Treppe des Gutshauses.

Drei weitere Treffen

Anfang Mai war das erste Treffen für die Kinder, drei weitere sind bis zum ersten Ausmarsch am 19. Juni noch vorgesehen. Treff ist immer dienstags um 18 Uhr auf dem Hof der Burg.

Am 14. Juni geht es erst um 19.30 Uhr los – an diesem Übungsabend beteiligen sich auch die Männerkompanie und der Spielmanns- und Musikzug der Adorfer Feuerwehr. Und Hauptmann Kalle Knop gibt seine Kommandos vom Pferd aus – was für den versierten Reiter aber kein Problem ist.

Noch Kinder gesucht

Die historische Schützengesellschaft suche noch Kinder, die mitmachen wollen, berichtet der Vorsitzende Markus Bornemann. Alle Jungen und Mädchen bis 15 Jahren können sich beteiligen.

Auch in den historischen Gruppen seien noch Positionen frei, erklärt er – Interessenten können sich melden.

Der Vorstand habe zudem eine Bitte an alle Adorfer, die diesmal nicht in den Festzügen mitmarschieren wollen: Sie sollten historische Kostüme und grüne Schützenjacken abgeben, die noch zu Hause aufbewahrt werden. Geplant ist zudem am 4. Juni eine Tauschbörse, bei der die Ehrendamen festliche Kleider erhalten können.

Bis zum Freischießen am ersten Juli-Wochenende hat die historische Schützengesellschaft noch ein strammes Programm vor sich. Wichtige Termine im Überblick:

Sicherheitskonzept erforderlich

Unterdessen ist der Vorstand mit zahlreichen Organisationsfragen befasst. Nach der Amokfahrt in Volkmarsen mussten die Adorfer erstmals ein ausführliches Sicherheitskonzept einreichen und mit den Behörden abstimmen. Während der Festzüge im Juli werden die Zufahrten ins Dorf abgesperrt, der Verkehr wird über Nachbardörfer weiträumig umgeleitet. Für Festbesucher werden an den Dorfeingängen Parkplätze eingerichtet.

Außerdem sind alle Einsatzabteilungen der Diemelseer Feuerwehr an den drei Tagen mit rund 75 Männern und Frauen aktiv, um die Festzüge noch zusätzlich abzusichern.

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