Erlös für Sanierung der Vogt-Orgel

Sechs Chöre begeistern beim Advents- und Weihnachtskonzert mit in der Vasbecker Kirche

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Beim Advents- und Weihnachtskonzert in der Vasbecker Kirch e: der gastgebende der Gemischte Chor. Im Januar feierte er seinen 40. „Geburtstag“. Mit dem Benefizkonzert endete für die Männer und Frauen ein Jahr mit zehn Konzerten.

Diemelsee-Vasbeck. Ein stimmungsvolles und abwechslungsreiches Advents- und Weihnachtskonzert beendete den Jahresreigen von zehn Konzerten, den der Gemischte Chor zu seinem 40-jährigen Bestehen absolviert hat.

Der Vorsitzende Gerhard Behle freute sich über die volle Michaels-Kirche am Abend des zweiten Advent. Unter den Gästen sah er befreundete Musiker wie den Bläserchor aus Landau. Auch der ehemalige Vasbecker Pfarrer Dr. Andreas Nissen hatte sich eingefunden. Insgesamt trugen sechs Chöre zum gut abgestimmten Programm mit abwechselnd traditionellen, modernen, alpenländischen oder klassischen Liedern bei. 

Die „Singing Boots“ aus Gembeck stimmten „Joy to the World“ nach Georg Friedrich Händel an und sorgten beim bedächtigen „Carol of the Star“ mit feierlicher Beleuchtung für eine besondere Atmosphäre. Chorleiterin Lisa Herrlich begleitete am Klavier. 

Sie leitete auch die Vasbecker Frauen von „Sing & Swing“, die mit „Happy X-Mas“ John Lennon aufleben ließen. Bei „On this Merry Christmas Day“ übertrug sich das rhythmische Wiegen auf das Publikum. 

Zwei Chöre aus Adorf trugen zum Benefizkonzert bei: Im Kirchenchor unter der Leitung von Astrid Behle sangen elf Sängerinnen das „Adeste fideles – nun freut Euch, Ihr Christen“, und mit „Sing & Praise“ stimmten die Frauen „Marys Boychild“ an. Unter der Leitung von Katja Weltecke brachte Sing & Praise“ noch gefühlvoll Leonard Cohens „Halleluja“ und „Laudamus te“ von Darla Eshelman zu Gehör. 

Bläserklänge von der Empore

Von der Empore aus hallten die Bläser des evangelischen Posaunenchores Vasbeck durch den Kirchenraum. Bei „Wenn die Glocken klingen“, Ding! Dong! Merrily on high“ und einer modernen Variante von „Tochter Zion“ wechselten sich Martin Gerhard und Philipp Emde mit der Leitung ab. 

Als Gastgeber hatte der gemischte Chor das Konzert unter anderem mit einem beeindruckend gesungenen „Advent der Christenheit“ eröffnet. Zum Ende zeigte er nochmal sein Können: „Weihnacht, frohe Weihnacht“ führte in die Märchenwelt von Aschenbrödel. „Go tell it on the Mountain“ folgte, und mit „Engel haben Himmelslieder“ war ein glanzvoller Schlusspunkt gesetzt.

Das Lied „Als die Welt verloren“ aus dem Gesangbuch war im Programm abgedruckt, so dass alle Konzertbesucher mit den Chören singen konnten. 

Besondere Zugabe

Als Zugabe gingen Svenja Engelhard aus Vasbeck und der ehemalige Leiter des Vasbecker Chores, Oliver Misselke aus Obermarsberg, ans Mikrofon. So kamen die Zuhörer in den Genuss eines besonderen, mit geschulten Sopran- und Bariton-Stimmen gesungenen Schlafliedes: „Guten Abend, Gute Nacht“. Allen Chorleitern händigte Gerhard Behle kleine Präsente aus. 

In der Konzertmitte ließ Pfarrer Sascha Biehn-Tirre den Text „Perspektivwechsel“ von Iris Macke lesen, eine irritierend pessimistische Folge von Sätzen über einen schrillen, lauten Advent ohne Zeit zur Besinnung, der aber umgekehrt gelesen mit gegenteiliger Aussage überrascht. 

Danach setzte Martin Gerhard zur musikalischen Meditation die Vogt-Orgel in Bewegung. Zur Finanzierung ihrer anstehenden Restaurierung tragen die Spenden der Konzertbesucher bei. 

Die Mühe wurde offenbar belohnt, zumal viele Konzertbesucher blieben, um sich bei Glühwein und Häppchen über das Gehörte zu unterhalten.

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