Junge Leute setzen auf Events

Silvia Feltz berichtet im Diemelseer Parlament über  Jugendarbeit

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Beliebtes Angebot der Jugendarbeit in Diemelsee: die Ferienbetreuung für Kinder. Im Juli ging es für eine Schülergruppe an den Diemelsee. Das Angebot soll möglichst ausgeweitet werden.

Diemelsee. Über die Angebote und die Änderungen in der Jugendarbeit berichtete die Schulsozialarbeiterin und Jugendarbeiterin Silvia Feltz am Freitag den Gemeindevertretern.

Die feste Gruppenarbeit sei eine zentrale Aufgabe der Jugendarbeit, erklärte Feltz. Derzeit gebe es eine Kindergruppe im evangelischen Gemeindehaus und eine Kochgruppe für Grundschüler an der Adorfer Mittelpunktschule. 

Eine Änderung des Bedarfs gebe es bei den Jugendlichen: „Regelmäßige Angebote werden selten angenommen“, stellte sie fest. Angebote müssten „eventbezogen“ sein – ob es ein Kinoabend sei oder Tagesausflüge. „Die Jugendlichen wollen etwas erleben und weiter weg fahren.“ 

Als Beispiele nannte sie Fahrten nach Kassel, zur Jugendmesse „You“ nach Berlin, zur Dortmunder Trampolin-Halle „Super Fly“, Museumsfahrten nach Bad Hersfeld und Detmold, Besuche in Tierparks, Bogenschießen oder Ausflüge an den Diemelsee. 

Im vorigen Jahr gab es nach der Konformation erstmals eine Ausbildung für Ehrenamtliche, die auch die Jugendleitercard erwerben konnten. 

Ferienbetreuung ist beliebt

Sehr gut angenommen werde die verlässliche Ferienbetreuung, die es derzeit für eine Woche in den Sommerferien und an vier Tagen in den Osterferien gebe, immer von 8 bis 15 Uhr – also während der Kernarbeitszeit der Eltern. Dabei wirken auch Astrid Behle und Jenny Höblich von der evangelischen Jugend mit. 

Feltz sprach sich dafür aus, die Angebote auszubauen. Überlegt werde, im Sommer zwei bis drei Wochen abzudecken und auch Vereine mit einzubinden, so sei ein Tag bei der Feuerwehr denkbar. 

Beliebt seien auch weitere feste Angebote wie die „Weihnachtswichtelwerkstatt“, die Kinderdiscos, Kino- und Spieleabende, der Floßbau am Teichmannsee oder „Starball“ – Sport unterm Sternenhimmel. Kinder übernachteten im Adorfer Gemeindehaus. Nächstes Jahr solle es für eine Nacht auf den Jugendzeltplatz an den Diemelsee gehen. 

Für Konfirmanden gebe es Module, um sie für die Jugendarbeit zu gewinnen. Dazu gebe es Aktionen wie Geocachen oder Computerspiele. 

Die Schulsozialarbeit

An der Mittelpunktschule biete sie Schülern die klassische Einzelfallhilfe an. Die Mediation und Streitschlichtung gehörte zu ihren Aufgaben, Projekte zur Vorbeugung in den Feldern Sucht, Gewalt und neue Medien sowie die Förderung der Sozialkompetenz durch soziales Training. 

Neu sei eine Ausbildung für Jugendliche zu „Friedensstiftern“: Sie sollen lernen, Gewaltsituationen zu erkennen und richtig zu reagieren. 

Außerdem will Feltz in allen Jahrgängen einen Klassenrat einrichten, in dem Lehrer und Schüler gleichberechtigt über Probleme beraten und nach Lösungen suchen. „Das wurde gut aufgenommen.“

Das Verhalten der Jugendlichen habe sich nicht verschlimmert, betonte sie, einen Wandel gebe es aber bei ihrer Sprache: „Der Umgangston hat sich verändert.“ Da setzte sie auf Vorbeugung durch das Training des Sozialverhaltens.

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