3500 Euro für Elektrizität und mehr

Geld von Stormbrucher Spendentag an Schule in Simbabwe übergeben

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In Folge der Aktion "Smile like Shylock" haben Manuel Rabanus und Paula Michel 3800 Dollar an die Gurambira Primary School in Simbabwe übergeben.

Stormbruch/Simbabwe. Eine Begegnung zieht Kreise: Nach einem Tag der Begegnung mit dem Simbabwer Shylock Ncube haben seine Freunde 3500 Euro an eine afrikanische Schule übergeben.

„Smile like Shylock“ haben der Stormbrucher Manuel Rabanus und seine Freundin Paula Michel ihre Spendenaktion genannt – nach dem gute Laune versprühendem Handwerker aus Simbabwe, den sie auf einer Weltreise kennenlernten, unterstützten und im Sommer für zehn Wochen nach Deutschland holten. Von den gewachsenen Kontakten haben nun noch viel mehr Menschen als Shylock Ncube und seine Familie profitiert: die Gurambira Primary School und ihre 290 Schüler.

Freude über Kleinigkeiten: Sportgeräte und Preise sind dank der Spenden gekauft worden,

3500 Euro sind zusammengekommen, als alte und neue Unterstützer den Simbabwer bei Spendentagen in Stormbruch und Michelbach kennenlernten. Umgerechnet sind das 3800 Dollar, die Paula Michel und Manuel Rabanus vergangenen Monat persönlich vorbeigebracht haben – eine Überweisung war in dem von Korruption und Misswirtschaft zerrüttetem Land zu unsicher, erläutert der Stormbrucher.

Und so konnten die beiden auch die Freude der Kinder erleben: Denn sie hatten Präsente für 500 Euro im Gepäck. Bälle, Körbe und Pumpen sollen den Sportunterricht ergänzen, zudem gab es Geschenke für den jährlichen „Prize-Giving Day“, an dem Schüler für gute Leistungen ausgezeichnet werden – im Vorjahr war er aus Geldmangel ausgefallen. Nun gab es wieder Nützliches wie Rucksäcke, Stifte, Handtücher und Zahnbürsten.

Der Großteil des Geldes wird derweil in Infrastruktur investiert: Für 2000 Dollar wird die Schule verkabelt, mit Licht und Steckdosen ausgestattet. Für 750 Dollar gibt es einen Kopierer. „Wir dachten, dass so alle Schüler von dieser langfristigen Investition profitieren können und es eine Möglichkeit für die Schule bietet, sich weiter zu entwickeln“, erläutert Manuel Rabanus.

Die Beleuchtung der neun Klassenräume soll auch Abendstunden ermöglichen – und angesichts der eingerichteten Elektrizität hat sich ein anderer Spender bereit erklärt, die Schule mit einem Internet-Anschluss zu versorgen. 600 Dollar sind aus der Spendenaktion übrig geblieben, welche die Schule frei verwenden kann.

Freudig und dankbar für die Unterstützung der Teilnehmer des Spendentages zeigten sich die Schüler, als Manuel Rabanus die Spende überbrachte.

Die Freude der Schulgemeinde sei unbeschreiblich gewesen – die Höhe der Spenden war für Lehrer, Kinder und Eltern war eine Überraschung. Shylock habe berichtet, dass er seine Eltern noch nie so glücklich gesehen habe. Wer sich an den Spendentagen beteiligte, habe eine Menge Menschen in Simbabwe sehr glücklich gemacht, befindet Manuel Rabanus.

Und für Shylock Ncube und seine Familie waren abseits der Spendentage noch Mittel übrig geblieben, um ein weiteres Mal die Schulgebühren zu bezahlen.

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