71 Ferienhäuser und 18 Wohnungen geplant

Symbolischer Spatenstich für Feriendorf Diemelsee gesetzt

In vollem Gange kommen die Bauarbeiten des Feriendorf Diemelsee. Gesellschafter und ihre Partner zelebrierten das mit dem symbolischen Spatenstich. Foto: WILHELM FIGGE

Diemelsee-Heringhausen. Der erste Bauabschnitt des Feriendorfs Diemelsee hat begonnen. Dass das 30-Millionen-Projekt nun Realität wird, wurde mit dem Spatenstich gefeiert.

Strom, Wasserleitungen und Kanäle liegen, der erste Rohbau mit Blick auf den See hat schon Formen angenommen: Donnerstag wurde zum symbolischen Spatenstich des Feriendorfs Diemelsee in Heringhausen geladen.

Im ersten der beiden Bauabschnitte ist alles bereit: 37 Ferienhäuser und drei Gebäude mit je sechs Ferienwohnungen sollen da entstehen, alle könnten angeschlossen werden. Die Nachfrage sei gut, 16 Kaufverträge liegen vor, erklärte Erik Oppel, einer der geschäftsführenden Gesellschafter von „ROBEO“, die als Hauptgesellschafterin der Feriendorf-GmbH plant und baut. Rund zehn Monate Bauzeit pro Haus sind nötig.

Ab etwa 25 Verkäufen sollen die Erschließungsarbeiten im unteren Bauabschnitt beginnen – voraussichtlich sei das im Spätsommer der Fall. Am Ende sollen es dann 71 Ferienhäuser und drei Mehrfamilienhäuser stehen, das erste soll zu Ostern vermietet werden, erklärt Ulli Rohn von der Gesellschaft aus Nordhorn. Fast 30 Millionen Euro koste das Projekt – erste Kalkulationen hatten bei gut 20 Millionen gelegen.

Kamin, Wanne, Sauna: Die Häuser sollen einen von zuhause nicht für jeden gewohnten Standard liefern, der sie das ganze Jahr über attraktiv mache, erläutert Erik Oppel. Die Hanglage soll von überall den Blick auf den See und die Berge ermöglichen. Das äußere Erscheinungsbild der Häuser werde komplett uniform sein, das Innere können die Käufer individuell zusammenstellen.

Erik Oppel führt vor dem Spatenstich Gäste über das Gelände.

„ROBEO“ war früher vor allem an der Küste aktiv, lege aber schon längst einen Fokus aufs Sauerland. „Standurlaub reicht den Leuten nicht mehr“, sagt Oppel: Sie wollten aktiver sein. Die Region biete da als Ziel mehr, ob Wandern, Radfahren oder Wintersportoptionen. Nach Winterberg und Willingen strebe auch Diemelsee auf.

Das Projekt richtet sich in erster Linie an Kapitalanleger, die ihre künftige Häuser an Gäste vermieten wollen – 40 Prozent Dauerwohnnutzung wären aber auch erlaubt. Die Vermietung erfolgt durch eine professionelle Kooperation: bundesweit und in den Niederlanden durch die Agentur „Quartierfreund“, regional durch die Tourist-Info Diemelsee. Die Käufer stammen vor allem aus der Umgebung und Nordrhein-Westfalen, auch aus der Region um Nordhorn sind schon einige dabei. „Die Niederlande haben wir noch gar nicht forciert“, nennt Erik Oppel ein noch ungenutztes Potenzial.

Ausbaufähig sei die Infrastruktur vor Ort – doch derzeit treibe die Gemeinde den Diemelsee „extrem nach vorne“, befindet er. Die Kommune investiere vier Millionen in die Neugestaltung des Ufers mit der Promenade, erläutert Bürgermeister Volker Becker, eine neue Kläranlage wird gebaut. An einem Verbrauchermarkt direkt vor Ort werde „getüftelt“ und versucht, einen ganzjährig nutzbaren Neubau anstelle des Strandbads zu schaffen. Die Gemeindepolitik habe sich bemüht, dem Projekt zur Seite zu stehen.

Das Feriendorf solle Übernachtungszahlen sowie Attraktivität und Bekanntheit des Sees steigern, erklärte Becker: „Nicht nur Heringhausen, die ganze Region soll etwas von dem haben, was hier entsteht.“ Dass die Nachbarn im Ort auch etwas zu kritisieren haben, sei normal, befand Ortsvorsteher Stefan Pohlmann. Wichtig sei also: „Sprechen Sie miteinander.“

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