Streihähne landen in der Ausnüchterungszelle

Streit in Heringhausen eskaliert - Polizeibeamte bedroht, Handschellen klicken

Diemelsee-Heringhausen.  Drei Streifenwagen, ein Diensthund, fünf Polizeibeamte sowie eine Rettungswagen-Besatzung und die Feuerwehr Heringhausen waren am frühen Sonntagmorgen im Einsatz, um eine private Streitigkeit in einem Mehrfamilienhaus im Lohweg zu schlichten.

Offenbar war jede Menge Alkohol geflossen, der die Situation eskalieren ließ. Zunächst hatten die Freunde mit anderen Gästen ab 21 Uhr eine kleine Party veranstaltet, die Stimmung war gut, kippte aber, als der Alkoholkonsum zunahm und die beiden Freude in Streit gerieten.

Im Handgemenge stürzten die beiden Männer nach einem Schlagabtausch von der Terrasse einen Hang hinab und prügelten sich im Gehölz weiter. Hinzugerufene Freunde und Verwandte konnten die beiden Männer nicht trennen, sodass die Polizei und ein Krankenwagen angefordert werden mussten. Gegen 1.40 Uhr alarmierte die Leitstelle Waldeck-Frankenberg die Freiwillige Feuerwehr Heringhausen um die Einsatzstelle auszuleuchten und Kettensägen in Bereitschaft zu halten.

Ein Team der Polizeistation Korbach, darunter eine Beamtin, wollten deeskalierend auf die beiden Streithähne einwirken. Während das Vorhaben bei einem der Kontrahenten gelang, ging der 27-Jährige auf die Beamtin mit den Worten "willst du auch sterben" los. 

Diese Drohung ließ der Polizistin in Uniform nicht durchgehen und schickte den 27-Jährigen mit geübten Handgriffen zu Boden. Im Anschluss klickte die Handschellen.

Mit mehreren Beamten wurde der sich immer noch wehrende junge Mann in einen Transporter der Polizei geschoben und in eine Gewahrsamszelle der Polizei Korbach gebracht. Ein Diensthundeführer konnte seinen Hund an der Leine lassen. (112-magazin)

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