Flechtdorfer bekommen im „Ringtausch“ ein generalüberholtes Tragkraftspritzenfahrzeug

Vasbecker Feuerwehr hat neues Löschfahrzeug erhalten

Offizielle „Indienststellung“ der neuen Fahrzeuge vorm Adorfer Feuerwehrhaus: Die Vasbecker Feuerwehr hat ein neues Löschgruppenfahrzeug 10 des Katastrophenschutzes erhalten, links, die Flechtdorfer erhalten das Vasbecker Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank. Vorn im Bild: der Vasbecker Wehrführer Daniel Fischer, Gemeindebrandinspektor Karl-Wilhelm Römer und der Flechtdorfer Wehrführer Johannes Göbel.
+
„Ringtausch“ offiziell vollzogen: Die Vasbecker Feuerwehr hat ein neues Löschgruppenfahrzeug 10 des Katastrophenschutzes erhalten, die Flechtdorfer erhalten das Vasbecker Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank.

Zwei Fahrzeuge stellte der Diemelseer Bürgermeister Volker Becker offiziell in Dienst: Die Vasbecker Feuerwehr hat ein neues „Löschgruppenfahrzeug 10 Katastrophenschutz Hessen“ erhalten, das Vasbecker Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank geht generalüberholt an die Flechtdorfer Kameraden. 

Diemelsee-Adorf – Eine offizielle Übergabe mit Feier sei wegen der Corona-Krise nicht möglich, sagte der Gemeindebrandinspektor Karl-Wilhelm Römer. Deshalb nutzte er die Sitzung des Wehrführerausschusses im Adorfer Feuerwehrhaus, um der versammelten Führungsspitze die neuen Fahrzeuge vorzustellen. „Zu wissen, wo welches Gerät in Diemelsee steht, ist wichtig für euren täglichen Einsatz.“ Gefeiert werde hoffentlich später.

Schon am 17. August haben die Vasbecker das „LF 10 KatS“ mit dem Funknamen „Florian Diemelsee 12/43“ aus der Förderung des Landes in Empfang genommen. Es habe einen Gesamtwert von rund 250 000 Euro, berichtete Römer. Der Kostenanteil der Gemeinde liege bei 95 000 Euro, außerdem habe sie 15 000 Euro in die passgenaue Beladung investiert.

Das 250 PS starke Fahrzeug hat eine eingebaute Pumpe, einen 1200-Liter-Tank, eine eingeschobene Tragkraftspritze, eine LED-Umfeldbeleuchtung und einen Lichtmasten. Mit der Auslieferung gehe ein lang gehegter Wunsch der Vasbecker in Erfüllung, sagte Becker. Dies sei auch eine Anerkennung für die jahrelange gute Arbeit der Einsatzabteilung.

Mehr Einsätze für die Vasbecker

„Wir sind sehr stolz darauf“, versicherte Wehrführer Daniel Fischer – beim Bau des neuen Feuerwehrhauses sei extra ein größeres Tor vorgesehen worden. Die Neuanschaffung habe die Einsatzabteilung enorm motiviert – sie müsse auch viel Üben, um sich mit dem Fahrzeug vertraut zu machen. Auch ein erster Einsatz sei schon absolviert, dabei habe sich der Lichtmast bewährt.

Neun Aktive können das 13 Tonnen schwere Fahrzeug steuern, sechs von ihnen haben den erforderlichen Führerschein mit Unterstützung der Gemeinde gemacht. Fischer rechnet mit mehr Einsätzen, denn die neue Ausstattung biete mehr Möglichkeiten. Auch zu den westfälischen Nachbarn könne die Wehr gerufen werden.

Vasbeck spielt zudem im Diemelseer Katastrophenschutzzug eine größere Rolle. Dort stehe auch weiter das Adorfer Löschgruppenfahrzeug 16 des Bundes zur Verfügung, erklärte Römer. Es sei in einem guten Zustand und könne auch für den Brandschutz eingesetzt werden.

Bedarfs- und Entwicklungsplan nahezu abgearbeitet

Mit der „Indienststellung“ der neuen Fahrzeuge sei der Bedarfs- und Entwicklungsplan der Diemelseer Feuerwehr nahezu abgearbeitet, stellte Römer fest. Für Benkhausen sei das Fahrgestell eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges bestellt, das Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug 20 für Adorf ist wie berichtet bewilligt, in Stormbruch müsse das Feuerwehrhaus noch angebaut werden. „Sonst sind wir gut auf Kurs. Wir haben unsere Hausaufgaben alle gemacht. 

„Refreshing“ fürs Flechtdorfer Fahrzeug

Mit einem weinenden Auge gebe die Wehr ihr altes Fahrzeug ab, sagte Fischer. „Es hat uns 22 Jahre treue Dienste geleistet.“ Nach dem im Bedarfs- und Entwicklungsplan der Diemelseer Feuerwehr vorgesehenen „Ringtausch“ erhalten die Flechtdorfer das 1998 gebaute Tragkraftspritzenfahrzeug.

Zuvor wurde es in Abstimmung mit den Flechtdorfern modernisiert – Römer sprach von einem „Refreshing“. Das Ergebnis könne sich sehen lassen: „Es ist ein ordentliches Fahrzeug, das dem heutigen Standard entspricht“ und noch einige Jahre seinen Dienst verrichten könne.

„Wir freuen uns“, sagte Wehrführer Johannes Göbel und hob besonders den Lichtmasten und die Umfeldbeleuchtung hervor. „Die Schönheits-Operation ist gelungen“, bemerkte sein Stellvertreter Martin Drawe.

Das 25 alte Flechtdorfer Tragkraftspritzenfahrzeug wird außer Dienst gestellt und verkauft.

Becker wünscht beiden Einsatzabteilungen „viel Spaß“ mit den Fahrzeugen, „eine allzeit gute Fahrt, wenig Einsätze – und kommt alle gesund zurück“. (-sg-)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare