Tauschbörse von und an privat

Große Vielfalt an Zierpflanzen beim Pflanzentausch im Kloster Flechtdorf

Sie pries die Farbenpracht ihrer Herbstastern an: Sigrid Willecke beim Pflanzentausch im Kloster Flechtdorf hatte reichlich Ableger aus ihrem Garten dabei.
+
Sie pries die Farbenpracht ihrer Herbstastern an: Sigrid Willecke beim Pflanzentausch im Kloster Flechtdorf hatte reichlich Ableger aus ihrem Garten dabei.

Die Vielfalt der Angebote beim Pflanzentausch im Kloster Flechtdorf war groß, wenn auch die Resonanz der Teilnehmer unter den Erwartungen der Veranstalter um Annegret und Helmut Walter blieb.

Flechtdorf – Iris, Dahlien, Efeu, Hauswurz, Salbei – ein ganzer Kofferraum voll mit selbst gezogenen Blumen, dazu ein Anhänger voll bepackt mit Knollen von bunten Gartenpflanzen und prächtigen Zimmerpflanzen. Die bei Hobbygärtnern beliebte Tauschbörse war vom Frühjahr nun spontan auf den Herbst verlegt worden.

Die Farben der Astern und Fetthennen, von denen Ableger zu bekommen waren, und besonders der Lampionblume kamen im sonnigen Licht zwischen den Mauern des alten Klosters besonders prachtvoll zur Geltung. So wurde oft nicht lange verhandelt, sondern die Pflanzen wechselten schnell und unkompliziert die Besitzer.

„Verkaufen Sie oder möchten Sie auch tauschen“, lautete eine häufig gestellte Frage. Darauf begutachteten die Anbieter erst einmal die Ware der anderen, und so kam es entweder zum Tausch, oder wer etwas erstehen konnte, zahlte eine kleine Spende in die Kasse. Die Summe soll hungerleidenden Menschen zugute kommen, kündigte Annegret Walter an.

Gespräche über Eigenarten der Pflanzen

„Das ist Brandkraut, das kennen viele nicht mehr“, so pries einer der Teilnehmer seine Pflanze an. Etliche Gespräche über die Eigenarten der Pflanzen entstanden ganz unvermittelt. Wie groß werden diese? Wie blühen jene? Wächst das im Schatten oder in der Sonne?

Sigrid Willecke präsentierte stolz ihre alte Herbstaster, die schon so manches Jahrzehnt, wenn nicht sogar Jahrhundert überstanden haben soll. „Die ist stark wüchsig und kommt immer wieder.“ Sigrid Willecke zeigte sich großzügig und gab interessierten Besuchern gerne ab von ihren Himbeer-Pflanzen, Samen von Fenchel und der Steppenkerze.

Stolz auf seine selbst gezogenen Rosen war Karl-Heinz Schäfer aus Sachsenberg. „Die Wicken habe ich im Herbst raus gemacht, im Winter eingefroren und im Frühling eingepflanzt“, erklärte er. So sind kleine Pflänzchen mit den unverkennbaren stacheligen Stängeln entstanden. Daneben hatte er weitere Zierpflanzen aus dem eigenen Garten mitgebracht.

Der Pflanzentausch soll auch im kommenden Frühling wieder stattfinden. (Stefanie Rösner)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare