Gemeindevertreter beschließen, dem Zweckverband beizutreten

„Grenztrail“ führt Mountainbiker auch durch Diemelsee

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Boomsportart Mountainbike: Die Waldeck-Frankenberger wollen den Trend nutzen und einen „Grenztrail“ durch den gesamten Kreis errichten. Diemelsee macht mit.

Diemelsee – Auch die Gemeinde Diemelsee beteiligt sich am geplanten Waldeck-Frankenberger „Grenztrail“ für Mountainbiker. Die Gemeindevertreter beschlossen bei zwei Nein-Stimmen, dem Zweckverband beizutreten, dem 17 Kommunen und der Kreis angehören sollen.

Die Strecke soll durch alle Mitgliedskommunen führen – ein Trail in dieser Größenordnung sei europaweit einmalig, mit ihm habe der Kreis ein Alleinstellungsmerkmal, betont Klaus Hamel von der Tourist-Information. Er erhofft sich, die Ferienregion Diemelsee so bekannter zu machen und den ohnehin boomenden Radtourismus zu fördern. Mit dem Trail ließen sich neue Zielgruppen erreichen, das Konzept passe auch zum geplanten „Raderlebnispark Diemelsee“. 

„Die Mountainbiker lassen Geld in der Region“, sagte Bürgermeister Volker Becker, der Trail habe einen wirtschaftlichen Nutzen für die ganze Region. Der Verlauf der Strecke sei noch nicht festgelegt. „Es sind noch viele Dinge abzuklären.“ Dabei sollten von den Ortsbeiräten bis zu Verbänden alle mit eingebunden werden. Der Trail soll zur Hälfte vorhandene Wirtschaftswege nutzen, die andere Hälfte müsste neu gebaut werden. 

Die Kosten sollen bei rund 14,7 Millionen Euro liegen, das Land hat eine Förderung von 50 Prozent zugesagt. Den Rest tragen die Mitgliedskommunen, Becker schätzt, dass die Gemeinde in den nächsten 40 Jahren jährliche Kosten von etwa 16 500 Euro zu tragen hätte. 

Der Trail sei ein weiteres touristisches Angebot, „wir sollten die Chance nutzen“, sagte SPD-Fraktionschef Martin Tepel. „Wir können ein Highlight setzen.“ Seine CDU-Kollegin Dr. Beate Schultze erklärte: „Wir erwarten, dass wir davon profitieren, das muss schon klappen.“ Auch FWG-Sprecher Horst Wilke und Stephanie Wetekam von der FDP sprachen sich für das Projekt aus.

 Der Bauausschuss empfehle, zwei Ausstiegsklauseln einzubauen, berichtete Jörg Weidemann: Wenn die Strecke nicht angemessen durch die Gemeinde führe oder wenn sich die Kosten wesentlich erhöhten, müsse Diemelsee auch austreten können. Diese Klauseln nahmen die Gemeindevertreter auf. (-sg-)

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