Projekt der Diemelseer Dorfentwicklung:

Wirmighäuser Ortsbeirat stellt eine „Mitfahrbank“ auf

+
Wer nach Adorf will, nimmt einfach Platz: Der Wirmighäuser Ortsbeirat hat an der Straße „Am Brink“ eine „Mitfahrbank“ eingerichtet.

Wirmighausen. Die Wirmighäuser haben seit Gründonnerstag eine einfache Möglichkeit, um nach Adorf zu gelangen: über die „Mitfahrbank“ an der Straße „Am Brink“.

Das Prinzip ist denkbar einfach: „Wer auf der Bank sitzt, bekundet, dass er mit nach Adorf fahren will“, erklärt Regina Lückel vom Ortsbeirat. Wer mit dem Auto vorbeikommt, hält einfach an und nimmt die Wartenden mit. 

Die Idee sei im Zuge der Diemelseer Dorfentwicklung aufgekommen berichtet Lückel. Der Ortsbeirat habe die Wirmighäuser nach Verbesserungswünschen gefragt. Ein Punkt wurde immer wieder genannt: Viele kaufen im Nachbardorf Adorf ein, besuchen Banken, die Ärzte oder die Apotheke – doch Busse fahren nur dreimal am Tag. „Es gibt aber viele, die zwischendurch mal nach Adorf wollen, sie wissen nicht, wie sie dorthin kommen sollen“, sagt Lückel. Gerade Ältere scheuen die Anmeldung beim Anruf-Sammel-Taxi. 

Auf der anderen Seite gibt es viele im Dorf, die mit dem Auto nach Adorf fahren. Außerdem fahren Leute über Adorf zum Reiterhof am Zollhaus. Sie alle könnten Interessenten mitnehmen. Die „Mitfahrbank“ soll beide zusammenbringen.

"Der Bedarf ist da.“

 Lückel betont: „Der Bedarf ist da.“ Und er werde eher noch zunehmen, wenn das Seniorenheim in Adorf erst gebaut sei. Das System wurde vor ein paar Monaten bereits in Sachsenberg und Goddelsheim eingeführt. 

Der Aufwand war für die Wirmighäuser gering: Die Holzbank steht schon einige Jahre „gegenüber von Schicken Haus“, sie wird einfach umgenutzt. An Gründonnerstag stellten ein paar Männer das vom Ortsbeirat besorgte Schild auf, mit einem Glas Sekt wurde die Bank „offiziell“ in Betrieb genommen. Die Beete will der Ortsbeirat noch verschönern. 

Einziger Nachteil: Die Bank ist nicht überdacht und bietet daher keinen Schutz vor Regen. Wegen dieses Aspekts hatte der Ortsbeirat als Standort auch das alte Buswartehäuschen neben der Kirche ins Auge gefasst. Doch das hat zwei Nachteile: Drinnen Wartende sind für Autofahrer nur schwer auszumachen. Und das Häuschen steht in einer scharfen Kurve, die die Aufmerksamkeit der Fahrer beansprucht – und schnell wären Wartende übersehen worden. Die Bank „Am Brink“ ist hingegen gut einsehbar. Lückel rechnet nicht damit, dass Leute dort lange warten müssen.

Zweite Bank in Adorf

Am Samstag haben die Wirmighäuser die neue Bank schon getestet, als die Besucher zum Adorfer Ostermarkt strömten. Eine zweite Bank für die Rückfahrt soll an der Wirmighäuser Straße in Adorf aufgestellt werden. Bis dahin sollen über Plakate in Geschäften Rückfahrgelegenheiten organisiert werden. Oder die Wirmighäuser sprechen sich einfach untereinander ab.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.