Direktor des Korbacher Amtsgerichts ehrt den Jubilar

Peter Ninnemann ist seit 25 Jahren Schöffe am Ortsgericht Diemelsee II

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Dienstjubiläum als Schöffe des Ortsgerichts Diemelsee II: Links steht der Geehrte Peter Ninnemann, neben ihm folgen der Direktor des Amtsgerichts, Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling, Vorsteher Ulrich Faß-Gerold und Bürgermeister Volker Becker

Diemelsee-Adorf – Seit 25 Jahren ist Peter Ninnemann aus Wirmighausen ehrenamtlicher Schöffe am Diemelseer Ortsgericht II. Zum Dienstjubiläum überreichte ihm der Direktor des Korbacher Amtsgerichts, Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling, am Donnerstag in der Gemeindeverwaltung eine Urkunde und ein Präsent.

„Der Lohn fürs Ehrenamt ist die Ehre“, bemerkte Kalhöfer-Köchling. Ein Viertel Jahrhundert habe Ninnemann das Ortsgericht, die Justiz und die Gemeinde begleitet. 

Am 9. Juli 1994 hatten ihn die Gemeindevertreter erstmals ins Ortsgericht gewählt, das für die Dörfer Flechtdorf, Benkhausen und Wirmighausen zuständig ist. Ende November wurde er vom Amtsgericht vereidigt. Zwei jeweils zehnjährige Amtsperioden hat er bereits hinter sich, die dritte endet im März 2025. Seit 2011 ist er stellvertretender Vorsteher.

 Kalhöfer-Köchling ging auf die Aufgaben der Ortsgerichte ein, die es nur in Hessen gibt. Sie schätzen den Wert von Grundstücken und Gebäuden, sie schreiben „Sterbefallanzeigen“, sie sichern Nachlässe und beglaubigen Unterschriften. „In den ersten Jahren haben wir auch Wildschäden durch Wildschweine aufgenommen“, berichtete Ninnemann.

 Generell „hält sich der Aufwand in Grenzen“, beschrieb er. Aufwenig könnten allerdings die Schätzungen werden, gerade wenn es neben Häusern noch Wiesen und Felder gebe. Mindestens drei Mitglieder müssen an einer Schätzung teilnehmen. Grundstücke würden nach den Bodengrundwerten geschätzt.

 Bei einem Gebäude dauere es etwa drei Stunden, bis alle Räume besichtigt sind und der Bauzustand erfasst ist, sagte der 62-Jährige. „Uns bleibt nichts verborgen.“ Danach setzen sich die Mitglieder zusammen, um die Ergebnisse festzuhalten. „Es ist immer wieder interessant.“ 

„Das ist schon echter Einsatz“, sagte der Vorsteher Ulrich Faß-Gerold. „Ich weiß zu schätzen, dass ich so ein erfahrenes Urgestein an meiner Seite habe. Er ist mir eine gute Stütze.“ Die Anzahl der Schätzungen schwanke. Mal gebe es sechs bis acht im Jahr, mal nur eine. „2019 war ein ruhiges Jahr.“ 

Auch Bürgermeister Volker Becker würdigte die Arbeit Ninnemanns. Als „Fachmann für Wärme“ sei er ein wichtiger Part bei den Schätzungen: „Sie haben die notwendige Erfahrung und Routine.“ Auch er gratulierte dem Schöffen zum Jubiläum. (-sg-)

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