Eine feste Größe im Roten Land

Sportverein stärkt das Dorf: 100 Jahre TuS Helmighausen gefeiert

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Ausgezeichnet vom Land Hessen: Zur Würdigung des 100-jährigen ehrenamtliche n und kulturellen Wirkens bekam TuS-Vorsitzender Sebastian Bunse die silberne Ehrenplakette des Hessischen Ministerpräsidenten von Landrat Dr. Reinhard Kubat überreicht.

Diemelstadt-Helmighausen.  Der Turn- und Sportverein ist mindestens bis 2050 gesichert. Zum Kommersabend anlässlich des Hundertjährigen überraschte erster Stadtrat Dieter Oderwald mit dieser langfristigen Pachtverlängerung für das Zuhause des vielseitigen Vereins. Viele weitere Geschenke gab es von den zahlreichen Laudatoren des Abends.

Im Jahr 1992 hat der TuS 1919 Helmighausen das Sportgelände von der Diemelstadt gepachtet und in viel Eigenleistung das Sportlerheim gebaut. Helmighausens größter Verein hat gut 270 Mitglieder und bietet Tennis, Reitsport, Fitness in vier unterschiedlichen Turngruppen und natürlich Fußball.

Zwei Seniorenmannschaften kicken als „SG Rotes Land“ in Gemeinschaft mit Neudorf und Hesperinghausen und der Nachwuchs spielt in einer Jugend-SG. Entsprechend gefüllt war die Dorfhalle mit den Freunden aus den Spielgemeinschaften, die sich am Vorabend am Thekenturnier eingebracht hatten. Dank zollte Vorsitzender Sebastian Bunse in der Begrüßungsrede den ersten Sportbegeisterten, die am 19. Juli 1919 die Gründungsurkunde unterschrieben hatten und den vielen Mitgliedern, die den Verein durch schwierige, schreckliche, aber auch wunderbare Zeiten führten: „Diesen mutigen Menschen ist es zu verdanken, dass wir heute zu einem ganz besonderen Geburtstagsfest in der herrlich geschmückten Dorfhalle zusammenkommen dürfen.“

Dank sprach Bunse auch den örtlichen Unternehmen, sowie den heimischen Vereinen für die stets freundschaftliche Zusammenarbeit aus, und der Diemelstadt für die Überlassung der Dorfhalle zum Fest. Die erkrankte Pfarrerin, Elke Carl, ließ den Vorsitzenden ihre vorbereitete Grußrede vortragen, worin sie sich als ehemalige, langjährige Handballerin outete. Carl ließ wissen, dass Gott keinen Favoriten kenne, aber er sitze nach Niederlagen mit in der Kabine.

Dieter Oderwald bedauerte, dass die Helmighäuser Kicker nicht ohne Spielgemeinschaft auskommen. Dem Verein sei es durch alle Höhen und Tiefen hindurch gelungen, stets jung zu bleiben.

Nach dem ersten Weltkrieg sei es den Menschen ein Bedürfnis gewesen, zusammen zu kommen und gemeinsam Schönes zu erleben, erinnerte Landrat Dr. Kubat an die gesellschaftlichen Umstände in der Gründungszeit. Die Ehrenplakette solle den Dank für die Gemeinschaft darstellen, die der Verein im Ort herstelle.

Als junger Schiedsrichter kam Gottfried Henkelmann erstmals nach Helmighausen. Viele Anwesende erinnerten sich an legendäre Spiele in den 1980-er Jahren, in denen der junge Schiri durch ungewöhnliches Verhalten der Spieler, wie auf dem Ball sitzen, in Konflikt mit seinen wenigen Erfahrungen hinsichtlich einer Strafstoßvereitelung kam. Heute hatte Henkelmann deswegen einen hochwertigen Qualifizierungsgutschein für Schiedsrichter vom Kreisfußballausschuss, dem er inzwischen stellvertretend vorsteht, im Gepäck.

Glückwünsche überbrachte auch Ortsvorsteherin Hiltrud Bodenhausen und Abordnungen der Spielgemeinschafts-Mannschaften erinnerten an Sternstunden gemeinsamer Erfolge und Erlebnisse. Für die örtlichen Vereine sprach Martin Vogel, der die viele Arbeit, den Enthusiasmus und die beachtlichen Eigenleistungen, auch der Vorstände der letzten Jahrzehnte, hervorhob. Einen Abriss durch die Vereinsgeschichte lieferte auch Ehrenvorsitzender Klaus Bunse, der dem Verein 25 Jahre lang vorstand. Damit der Verein auch in Zukunft jung und attraktiv bleibt, freut sich der „heutige Bunse“ über Ideen und Rückmeldungen an den Vorstand.

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