Flussanlieger, Nutzer und Behördenvertreter waren eingeladen

15 Kilometer Flusslauf der Diemel kontrolliert

Der Diemelwasserverband hat wieder eine Begehung des Flusslaufes unternommen. Vorn im Bild: Diemelstadts Bürgermeister Elmar Schröder (rote Jacke), Nicole Lipphardt, Geschäftsführerin des Hessischen Wasserverbands Diemel, und Warburgs Bürgermeister Tobias Scherf.
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Der Diemelwasserverband hat wieder eine Begehung des Flusslaufes unternommen. Vorn im Bild: Diemelstadts Bürgermeister Elmar Schröder (rote Jacke), Nicole Lipphardt, Geschäftsführerin des Hessischen Wasserverbands Diemel, und Warburgs Bürgermeister Tobias Scherf.

Nachdem die letzten beiden turnusmäßigen Diemel-Begehungen pandemiebedingt ausfallen mussten, trafen sich nun wieder die Verantwortlichen des Diemelwasserverbands Warburg zu einer Diemelschau an einem etwa 15 Kilometer langen Flussabschnitt.

Diemelstadt Beginnend bei dem neuen Flussbegegnungspunkt in der Warburger Altstadt ging es zunächst bis zu dem Bereich der Diemelmühle. Dort wurde der aktuelle Sachstand zu dem Projekt „Renaturierung eines Diemel-Altarms“ auf der Landesgrenze von Nicole Lipphardt, der Geschäftsführerin des Hessischen Wasserverbands Diemel, vorgestellt.

Hier soll ein Stück des Altarms der Diemel wieder mit in den Gewässerlauf eingebunden werden. Durch die Grundstückslage an dem bestehenden Rad- und Wanderweg ist dieses Gebiet zudem sehr gut für die Öffentlichkeit zugänglich.

Von Wrexen bis Scherfede

Im Anschluss daran wurde der Flussverlauf vorbei an dem Viadukt bis zur Fischerhütte Haueda kontrolliert. Am Nachmittag wurde der Abschnitt von der Diemelbrücke in Wrexen flussabwärts begangen. Im Abschnitt der Radfahrbrücke des Diemelradwegs wurde über das Bodengutachten zur geplanten Maßnahme „Äschen-Habitat unter Berücksichtigung der morphologischen und allgemeinen faunistischen Situation“ im flussabwärtsliegenden Bereich auf hessischer Seite diskutiert. Danach ging der Diemelbegang vorbei an dem Wehr im Bereich des Sportplatzgeländes in Scherfede und endete an der Fischaufstiegsanlage der Firma Lödige.

An der Diemelschau sind regelmäßig neben den Teilnehmern der Fach- und Aufsichtsbehörden wie der Bezirksregierung Detmold, dem Regierungspräsidium Kassel und des Kreises Höxter auch die Eigentümer und Anlieger der Diemel sowie den zur Benutzung der Diemel Berechtigten und die Fischereiberechtigten, wie etwa der Angelsportvereine eingeladen.

Natur-, Gewässer und Hochwasserschutz

Der Verbandsvorsteher des Diemelwasserverbandes, Warburgs Bürgermeister Tobias Scherf, hob die Bedeutung der Verbandsarbeit bei den Treffen hervor. „Wir haben hier die Möglichkeit, landesübergreifend uns auszutauschen und die Bedeutung der Diemel, für Natur, Gewässer- und Hochwasserschutz mit Maßnahmen zu begleiten“, so Scherf.

Diemelstadts Bürgermeister Elmar Schröder als stellvertretender Verbandsvorsitzender ergänzte, dass die Vor-Ort-Besichtigungen mit Anliegern und Behörden komplizierte Fragestellungen oftmals schnell und unkompliziert lösen könnten. Das sei ein besonderer Wert der Diemelschau.

Routinemäßige Kontrollen

Bei dieser turnusmäßigen Begehung wurde überprüft, ob an der Diemel und ihren Deichen die Bestimmungen der Wassergesetze ordnungsgemäß eingehalten und die erforderlichen Unterhaltsarbeiten vorgenommen werden. Außerdem wird dabei routinemäßig überprüft, ob Fehleinleitung erfolgen. Die Unterhaltung eines oberirdischen Gewässers erstreckt sich sowohl auf das Gewässerbett als auch auf seine Ufer.

Zur Unterhaltung gehören auch die Freihaltung, Reinigung und Räumung des Flussbettes und der Ufer von Unrat, soweit es dem Umfang nach geboten ist. Nennenswerte Beeinträchtigungen wurden dabei nicht festgestellt.  (red)

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