Helmighäuser Christian Vogel dreht Film "Egal was kommt"

50.000 Kilometer rund um die Welt mit dem Motorrad

Mittendrin: Christian Vogel im Verkehrsgewühl der pakistanischen Stadt Lahore. Foto: Christian Vogel

Helmighausen. 50.000 Kilometer hat der aus Helmighausen stammende Fernsehredakteur Christian Vogel auf seinem Motorrad um die Welt zurückgelegt.

Zu den Previews des aus dieser Reise entstanden Films „Egal was kommt“ legt er noch einmal 9000 Kilometer durch Deutschland zurück. Auf seiner Maschine und im Motorradkombi - ein Tribut an eine wichtige Zielgruppe unter den Zuschauern.

So gut ist der Besuch

Drei Kinosäle im Cineplex Warburg waren schon bei der Preview und der Deutschland-Premiere des Roadmovies mit 500 Besuchern besetzt, viele aus seiner Diemelstädter Heimat und dem Raum Marsberg.

Am Donnerstag, 2. August, wird der Film zum offiziellen Bundesstart erneut, ab 19.45 Uhr, und an weiteren Tagen im Warburger Kino gezeigt.

Dort war er unterwegs

331 Tage ist er nach dem Start am 19. Mai 2015 in 22 Ländern unterwegs gewesen: In den USA, Kanada und Russland, in der Mongolei, China, Pakistan, Indien und dem Iran. Der Film ist mehr als Dokumentation mit nüchternen Fakten, eher ein Roadmovie, in dem der Protagonist auf dem Motorrad nicht nur als erfolgreicher Macher, sondern auch in Situationen des Scheiterns und selbstkritisch gezeigt wird. Und er zeigt, wie wichtig es ist, zuzuhören und zuschauen, versuchen zu verstehen.

Für den schon früher viel als Rucksacktourist gereisten gereisten Helmighäuser ist ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen, seit er mit 16 das Buch eines Italieners über eine Motorradreise gelesen hat.

So vergehen Vorurteile

 „Es ist auch ein Liebesfilm an die Welt“, erklärt Vogel gegenüber der WLZ, der sich für die Reise für ein Jahr vom Hessischen Rundfunk freistellen ließ, für den er in der Wissenschaftsredaktion tätig ist. Ein wichtiges Fazit und eine prägende Erfahrung sind für Christian Vogel die Erlebnisse von großer Hilfs- und Gastfreundschaft: Gerade in Pakistan, das zu den unsicheren Ländern zählt, erlebte er wunderbare Menschen und eine warmherzige Aufnahme. Etwas, das auch den eher vorurteilsfreien TV-Redakteur nach all den Nachrichten aus dem Land überraschte. Verschwiegen wird dabei nicht, dass das Land tatsächlich unsicher ist, Polizei und Militär überall präsent sind.

Hilfsbereitschaft hat der Filmautor überall erfahren. Weit fahren muss man dafür nicht, wie er bei der gegenwärtigen Kino-Tour erfuhr. So meldeten sich auf einen Aufruf auf der Facebook-Seite Vogels im Nu Menschen, die sein Motorrad überführen wollten. Um Termine in Düsseldorf und kurz hintereinander in Leipzig und in Dresden einhalten zu können, musste er für die Strecke zwischen rheinischer und Sachsenmetropole das Flugzeug nehmen. Die BMW brauchte er aber wieder in Leipzig.

Das macht er für Helmighausen

Nicht nur ferne Länder sind es wert, gezeigt zu werden. Als Helmighäuser Junge trägt Vogel hinter dem Set zur Entstehung eines Films über sein Heimatdorf bei, das Ende August seine 975-Jahr-Feier ausrichtet.

Der Beitrag wird mit professionellen Mitteln gemacht. Drohnen kamen für Luftnahmen zum Einsatz, ein Cutter legt jetzt letzte Hand an, damit der Film zum Jubiläum gezeigt werden kannVogel steht dabei aber den organisatorischen Part übernommen. Entstanden ist ein 20-minütiges Portrait des Ortes mit seinen Menschen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare