Viele gut gelaunte Besucher am Sonntag auf der Festmeile

975 Jahre Helmighausen: Quirliges Dorf mit Kneipe und Metzger - Mit Bildergalerie

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Helmighausen feiert 975 Jahre. Mit dabei war das Team der Wohlfühlstube Neudorf mit von links Daniela Munzert, Susanne Polewski und Gundula Gerusel. 

Helmighausen. „Meine Heimat, mein Dorf, mein Helmighausen.“ - So lautete das Motto der 975-Jahr-Feier, die am Sonntag mit einer Festmeile rund um Ligges Torgarten ihren Höhepunkt fand.

Eröffnet wurde das außergewöhnliche Jubiläum am Sonnabend mit einem festlichen Dorfabend in der Dorfhalle. Hierzu hatten viele Ehemalige Helmighäuser auch die längsten Anfahrten nicht gescheut. Die wohl weiteste Anreise hatte Heide Vogel aus Australien auf sich genommen, um ihre alten Klassenkameraden aus den 60er Jahren wiederzusehen.

Ortsvorsteherin Hiltrud Bodenhausen bekräftigte, dass die Helmighäuser stolz seien auf ihre Dorfhalle, die 1970, kurz vor der Eingemeindung zur Diemelstadt überwiegend in Eigenleistung errichtet haben. 1980 bauten die Helmighäuser einen Sportplatz mit Reitanlage. Bis heute habe das 327-Seelen-Dorf ein intaktes Vereinsleben. In der Dorfgaststätte werde gutes Essen serviert, es gebe einen Metzger, eine Autowerkstatt und eine Raumausstatterin. Der Spielplatz werde von vielen Kinder genutzt. Bodenhausen kam daher zu dem Schluss: „Bei uns lässt es sich gut leben.“

Die Ortsvorsteherin dankte den vielen Helfern bei der Vorbereitung des Jubiläums. Besonders dankbar sei man dem Regisseur und Filmemacher Christian Vogel, der mit seinem Team ein Jahr lang Helmighausen durch alle Jahreszeiten und Feste begleitet habe. Der fertige Film wurde im Laufe des Kommersabends gezeigt und kann ab sofort käuflich erworben werden.

Bürgermeister Elmar Schröder war der erste Gratulant zum Dorfjubiläum. Er hatte seine Liebeserklärung an das kleine Dorfes im Roten Land in Form einer Geschichte verpackt. Dabei ging es um die schöne, rothaarige Tochter der Diemelstadt.

Helmighausen habe nicht nur schöne Wiesen, Felder und Auen, sondern auch ein enormes Temperament, das sie mit ihren Schwestern aus dem Roten Land teile. Drei rothaarige Schwestern, Neudorf, Hesperinghausen und eben auch gehörten noch zur Diemelstadt. Die vierte, Kohlgrund, sei vor Jahren von Bad Arolsen adoptiert worden, stellte Schröder unter zustimmendem Applaus aus dem Publikum fest.

Dem Geburtstagskind Helmighausen wünschte der Rathauschef, dass die Helmighäuser ihren Einsatz für ihren Heimatort nie aufgeben, dass sie sich für ein selbstbestimmtes Leben der älteren Generation im Dorf einsetzten und dass sie stets auf der Höhe der Zeit bleiben mögen.

Pfarrerin Elke Carl lobte den Einsatz der Helmighäuser für ihre Jubiläumsfeier, denn nur, wer die Geschichte kenne, könne die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Armin Schwarz bescheinigte den sechs Vereinen, dafür zu sorgen, dass Helmighausen ein lebendiges Dorf bleibe. Schwarz bekräftigte: „Heimat ist mehr als ein Wort, mehr als ein Gefühl. Heimat verbindet. Heimat ist modern.“ Das bewiesen auch die vielen Ehemaligen, die zur Feier sogar aus Amerika und Australien zurückgekommen seien. „Helmighausen ist fest verwurzelt in der Heimat und verbunden mit der Welt.“

Der gebürtige Helmighäuser Architekt der Dorfhalle und rührige Heimatforscher, Heinrich Bodenhausen, nutzte die Gelegenheit, um seiner Heimat ein Wappen anzudienen. Dafür eigene sich das Wappen der früheren Burg-Pächter, Milchling von Schönstadt (bei Marburg): Drei gestürzte Herzen, die schräg nach oben laufen.

Weitere Jubiläumsgrüße überbrachten die Ortsvorsteher aus der Diemelstadt sowie Abordnungen aus Kohlgrund und Westheim. Die Hesperinghäuser hatten sogar eine mit Blumen eingefasste Sitzbank als Geschenk mitgebracht.

Bildergalerie von der 975-Jahr-Feier in Helmighausen

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