Zukunft der Landwirtschaft:

Berufsschulzeugnisse auf einem Hof in Wrexen überreicht

Eine Gruppe von Junglandwirten steht auf einer Wiese vor einer schwarz-bunten Holsteiner Kuh.
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Abschlussfeier für Landwirtschaftsschüler: Hermann und Simone Künemund aus Wrexen gaben auf ihrem Aussiedlerhof einen rustikalen Empfang für die Landwirtschaftsabsolventen der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule in Fritzlar. und ihre Lehrerin Dr. Angelika Matthé.

Bei einem rustikalen Empfang auf dem Ausiedlerhof Künemund in Wrexen wurden die Berufsschulzeugnisse für die jungen Landwirte und Landwirtinnen nach drei Jahren an der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule (RFES) am Standort Fritzlar ausgehändigt. Damit endet auch die dreijährige Ausbildung auf den verschiedenen Betrieben in der Region.

Diemelstadt-Wrexen - Zusammen mit einer Klasse, die auf einem Hof in Altenhasungen die Zeugnisübergabe feierte, sind es 32 Schüler, denen sich nun viele Möglichkeiten auf landwirtschaftlichen Betrieben oder in einem Studium bieten, wie die Klassenlehrerin Dr. Angelika Matthé gegenüber der WLZ erklärte. An der RFES werden über 100 Landwirte in drei Lehrjahren und fünf Klassen auf den Abschluss hingeführt. Sie kommen aus den Landkreisen Kassel, Waldeck-Frankenberg und Fritzlar-Homberg, die zur Grillfete bei dem Ausbildungsbetrieb Hermann Künemund eingeladenen Absolventen stammen großenteils aus dem Waldecker Land.

Ihren Gesellenbrief als fertig ausgebildete Landwirte bekommen die jungen Frauen und Männer im Herbst voraussichtlich in einer großen festlichen Veranstaltung in Alsfeld ausgehändigt. Die Noten werden Ende Juli mitgeteilt.

Hervorragende Abschlussnote

Das Interesse an der landwirtschaftlichen Ausbildung sei unverändert groß, berichtet Lehrerin Dr. Matthé. Von den 400 Landwirtschaftssschülern an beruflichen Schulen in Hessen sind allein 100 in Fritzlar. Mit der herausragenden Abschlussnote 1,0 schlossen in diesem Jahr Johannes Hamenstädt (Niedervorschütz) und Leon Rüddenklau (Ersen) ab.

Für die Absolventen bietet sich ebenfalls in Fritzlar nach einem Praxisjahr eine zweijährige Ausbildung an der Techniker-Schule an, wo sie den Abschluss als Betriebswirt(in) mit der Fachrichtung Agrarwirtschaft erlangen können.

Landwirtschaft bietet interessante Betätigungsfelder

Betriebe suchten gute Fachkräfte, bekräftigt Matthé: „Wenn Betriebe wachsen, dann eröffnet sich für die jungen Leute ein breites Spektrum, etwa im Bereich Herden-Management.“ Die Hälfte der jungen Auszubildenden sei nicht auf einem Bauernhof groß geworden, sondern hat einen anderen Zugang zu dem Beruf gefunden, der viel Leidenschaft und Innovationsfreudigkeit erfordere, wie Hermann Künemund berichtet.

Er hat nach dem Abschluss als Landwirtschaftsmeister vor 35 Jahren seine ersten Auszubildenden auf den Einstieg in den Beruf vorbereitet. Insgesamt waren es bisher zwölf Auszubildende, die er auf seinem Hof zum Abschluss führte: Beide Seiten lernen voneinander, bekräftigt Künemund, der mit Ehefrau Simone und mit einem Auszubildenden seinen auf Milchvieh spezialisierten Bauernhof betreibt. Die Berufsschule in Fritzlar schloss in diesem Jahr auch sein Sohn Jan Künemund ab. (Armin Haß)

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