Stadtsanierung läuft aus - Jetzt wird abgerechnet

Bewohner des Rhoder Sanierungsgebietes müssen am Ende wohl doch Ausgleichsbeiträge zahlen

Profitiert von der Stadtsanierung: In die Altstadt von Rhoden fließen seit Jahren große Fördersummen. Am Ende sollte idealerweise auch die Ortsdurchfahrt zurückgebaut werden. Archivfoto: Schulten

Diemelstadt-Rhoden. „Die Rechnung kommt noch“, titelte die WLZ im Spätsommer mit Blick auf die anstehenden Beitragszahlungen der Bürger nach der Stadtsanierung und angesichts der anstehenden Straßenbaumaßnahmen. Über die Höhe der Beiträge wird noch entschieden, erklärte Bürgermeister Elmar Schröder jetzt auf Anfrage der SPD-Fraktion.

Am besten wäre es, wenn die gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleichsbeiträge bis zum Abschluss der städtebaulichen Förderung im Denkmalschutz gezahlt würden. Dann könnten diese Mittel wieder für die Stadtsanierung verwwendet werden, sagte der Rathauschef.

Für das kommende Jahr habe die Stadt Baumaßnahmen im Gesamtwert von vier Millionen Euro zur Förderung durch Bund und Land bei der Sanierungsträgergesellschaft Wohnstadt angemeldet, erklärte der Bürgermeister. Erwartet würden etwa 800 000 Euro an Fördergeldern.

Wie werden die Ausgleichsbeiträge berechnet?

Im Frühjahr müssten die städtischen Gremien die Rangfolge der Vorhaben festlegen. Dabei stehe dann etwa zur Debatte: Soll das Rathaus oder sollen Straßen mit Vorrang saniert werden?

Der Gutachterausschuss des Kreises müsse die Steigerung des Bodenwertes nach der Sanierung ermitteln.

Davon könnten auch Anwohner betroffen sein, vor deren Haustür nicht saniert worden sei.

Es könne aber auch sein, dass in einigen Bereichen keine Wertsteigerung festgestellt werde und demzufolge kein Ausgleichsbeitrag zu zahlen sei.

Über die Ausgleichsbeiträge würden die betroffenen Bürger noch genauer in einer Versammlung informiert. Das Thema bekommt noch mehr Brisanz: Denn in Rhoden steht noch ein größeres Sanierungsprogramm für eine Reihe von Straße an, dabei werden dann Anliegerbeiträge fällig.

Ob und welche Straßen noch in der Stadtsanierung gefördert werden, steht derweil noch nicht fest. Bürgermeister Schröder beziffert die Kosten für den Ausbau ab 2020 in Rhoden mit acht Millionen Euro.

Zusammen mit Straßenbaumaßnahmen ab 2017 in Rhoden und Wrexen beläuft sich die Summe bis 2030 auf über 13 Millionen Euro.

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