Stadtverordnete beschließen über Sanierungsprogramm in Rhoden

Das bietet Stoff für heiße Diskussionen

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Blick auf die Altstadt Rhoden: In der Bildmitte, unterhalb von Kirche und Rathaus, verläuft die Landstraße, deren Sanierung aus dem Städtebauprogramm finanziert werden soll.

Diemelstadt-Rhoden. Ein heiß diskutiertes Thema wird am kommenden Mittwoch in der Stadtverordnetensitzung endgültig beraten: Zur Debatte stehen die Sanierung der Landstraße und des Rathauses.

Nach langen Beratungen in den städtischen Gremien, Bürgerversammlungen und einem Workshop mit der Wohnstadt Kassel als Begleiterin der Stadtsanierung gab der Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag eine einstimmige Empfehlung für die letzten großen Pakete. 

Das sind Argumente

Darum geht es: Die Landstraße, früher Bundesstraße 252, soll für 4,4 Millionen Euro saniert werden. Die Straße wurde in das Fördergebiet des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz aufgenommen, und deswegen gibt es deutlich höhere Zuschüsse als außerhalb der Stadtsanierung. 

Ein weiteres Argument, das in der Diskussion ein Umdenken bewirkt hat: Seit 2006 sind Mängel im Kanal bekannt, deswegen wurde ein Drittel der Straße in das Sofortprogramm des Landes zur Sanierung aufgenommen. Auch die Wasserleitungen müssen ausgetauscht werden. Sie sind derart inkrustiert, dass der Brandschutz aufgrund des eingeschränkten Zuflusses nicht mehr sicher gestellt ist. 

Worum geht es noch?

„Hier geht es um die Lebensader von Rhoden“, sagt Bürgermeister Elmar Schröder. In der Landstraße verlaufen der Kanalhauptsammler und die Wasserleitung, über die die umliegenden Straßen versorgt werden bzw. von denen das Abwasser abgeleitet wird. Allein deswegen war bereits in einem Workshop für die Stadtverordneten, Ortsbeiratsmitglieder und Rathausmitarbeiter klar, dass statt der 1,4 Millionen Euro teuren Rathaussanierung in dem Verwaltungsgebäude nur eine „kleine Lösung“ in Frage komme.

 Die finanziellen Argumente für die Sanierung der Landstraße im laufenden Förderprogramm, die zusätzlich die privaten Gebäudevorbereiche umfassen, überzeugen: So sind nach dem Gemeindeverkehrswegeförderprogramm 1,14 Millionen Euro und aus dem städtebaulichen Denkmalschutz 860 000 Euro zu erwarten.

So teuer wird es für Bürger

 Die Stadt wäre mit 2,16 Millionen beteiligt, die Anlieger mit 240 000 Euro für Hausanschlüsse, Kanal und Wasser sowie später mit 250 000 Euro durch Ausgleichsbeiträge.

 Nach Ende des Förderprogramms müssten die Anlieger dagegen 1,29 Millionen Euro an Beiträgen aufbringen. Die Gestaltung der Bereiche vor den Häusern (etwa 740 000 Euro) müssten sie selbst finanzieren. Diese Zahlen haben zu dem einstimmigen Votum für die Sanierung der Landstraße im städtebaulichen Denkmalschutz geführt. Am Mittwoch, 2. Mai, um 19 Uhr wird der Beschluss der Stadtverordneten in der Stadthalle Rhoden erwartet.

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